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Corona-Krise

Vogelpark in Schotten bittet um Spenden

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Das Team des Vogelparks in Schotten leidet unter der Corona-Krise. Weil keine Besucher kommen dürfen, bleiben die Einnahmen aus, die für Tierfutter gebraucht werden.

Das Team des Vogelparks in Schotten hatte mit Nachdruck auf die Eröffnung der neuen Saison, die für den 21. März geplant war, hingearbeitet. Überall wurde an kleinen und großen Baustellen gearbeitet. Zäune wurden abgerissen und neue aufgestellt. Fundamente wurden vorbereitet, alte Wege ausgebaut, Erdarbeiten durchgeführt, alte Spielgeräte abgerissen, neue Spielgeräte aufgebaut. Es wurde geschippt, gebaggert, betoniert, gebohrt, geschraubt und gehämmert.

Es entstand ein großer, neuer Stall mit Unterstand und Sitzmöglichkeiten für Besucher. Gehege wurden umgebaut oder neu eingerichtet und ein neues Terrarium installiert. Wände bekamen ein neuer Anstrich, Pflanzen wurden geschnitten, Beete bearbeitet und Schilder gefräst. Als alles fertig war kam der ministerielle Stopp wegen der Coronapandemie.

Helfer müssen daheim bleiben

Der Vogelpark beschäftigt als Werkstätte für behinderte Menschen 31 Mitarbeiter und musste schließen. Das war für die Betroffenen extrem schwer zu ertragen, hatten sie sich doch auf die neue Saison mit vielen Besucher und Familien mit Kindern gefreut.

Endlich sollte wieder Leben im Park sein und die Tiere ihre Streicheleinheiten und Futtertüten mit Gemüsekroketten bekommen. "Für unsere Mitarbeiter bedeutet die Schließung, Zuhause zu bleiben oder in den Wohneinrichtungen der Schottener Soziale Dienste gGmbH den Tag zu verbringen." Eine besondere Herausforderungen sei das für Menschen, die es gewohnt sind, im Freien zu arbeiten und die sich für "ihre Tiere" besonders engagieren. Gleichzeitig wurden alle Tierparks für Besucher geschlossen. Das bedeutet, keine Einnahmen generieren zu können, die aber für die Deckung der laufenden Kosten unerlässlich sind.

Durch die Schließung fehlen nicht nur die Eintrittsgelder, sondern es brechen auch die Einnahmen im Cafe Vogelpark und im angeschlossenen Ausbildungszentrum weg. Über Ostern und die Osterferien war der Vogelpark erfahrungsgemäß in den vergangenen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt.

Der April ist der Monat mit den meisten Besuchern. Die Schottener sozialen Dienste rechnen daher mit weiteren empfindlichen Einbußen, denn diese könnten in der laufenden Saison - egal zu welchem Zeitpunkt der Vogelpark wieder öffnen darf - nicht ausgeglichen werden.

Je länger sich die Winterpause durch das Infektionsschutzgesetz verlängert, desto prekärer wird die Situation - "für unsere Mitarbeiter mit Unterstützungsbedarfen wie auch für die Geschäftsführung, die die finanzielle Verantwortung trägt. Auf der anderen Seite freue man sich über zahlreiche Nachfragen und Unterstützungsangebote von treuen Besuchern, "die es sehr bedauern, jetzt nicht bei uns sein zu können". Allen wird gesagt, dass es den Tieren gut geht, es gibt ausreichend Futter und die Tiere von den Pflegern sehr gut versorgt. "Daran wird es nicht mangeln, egal wie lange der Park geschlossen sein wird."

Für Spenden Jahreskarten

Manche halfen spontan, indem sie von sich aus eine Tierpatenschaft übernommen haben oder eine Geldspende überwiesen. "Solche Gesten der Unterstützung helfen uns in der Tat, denn wir können den Betrieb nicht einfach herunterfahren oder dringend erforderliche Investitionen auf die lange Bank schieben". Selbstverständlich biete man Besitzern einer Jahreskarte, die vor dem 16. März erworben wurde - an, diese für die Saison 2021 zu verlängern. Das sollten sie bei Ihrem ersten Besuch im Park auf der Karte vermerken lassen. Angeregt durch die bereits erfahrene Unterstützung habe man ein Spendenkonto für den Vogelpark eingerichtet.

Spenden unter dem Stichwort Vogelpark-Corona auf das Konto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE04 5502 0500 0008 6075 00 und BIC: BFSWDE33MNZ. "Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse anzugeben, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zuschicken können". Das Dankeschön des Vogelparks: Für Spenden ab 75 Euro gibt es eine Jahreskarte für Erwachsene und für Spenden ab 100 Euro eine Jahreskarte für Familien.

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