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Die Bergwacht des DRK Schotten hat einen neuen Rettungswagen bekommen, hier die Übergabe mit Martin Caspari, Landrat Manfred Görig, Rainer Ruppert, Carel Schmidt, Bürgermeisterin Susanne Schaab (v. l.).

Neues Fahrzeug für Bergwacht

Schotten (pm). Die Bereitschaft Schotten der DRK-Bergwacht hat einen neuen Rettungstransportwagen (RTW) für die Rettungsdienstverstärkung im Vogelsbergkreis in Dienst gestellt und damit das bisherige Einsatzfahrzeug am Ende seiner möglichen Nutzungszeit ersetzt. Bei einem Termin an der Bergwachtstation auf dem Hoherodskopf wurde das Fahrzeug nun Bürgermeisterin Susanne Schaab und Landrat Manfred Görig vorgestellt.

Ebenfalls dabei waren vom Rettungsdienst Mittelhessen Rainer Ruppert (Betriebsleiter) und Carel Schmidt (Bereichsleiter Schotten) sowie der Bereitschaftsleiter der Bergwacht, Martin Caspari.

Durch die Unterstützung des Rettungsdienstes Mittelhessen (RDMH) war es nach monatelanger Vorbereitung gelungen, ein modernes Einsatzfahrzeug zu übernehmen. Das Gebrauchtfahrzeug Typ Mercedes Sprinter mit Kofferaufbau wurde technisch überholt, mit der digitalen Funktechnik bestückt und von außen komplett neu foliert, um auch als Bergwacht-Einsatzfahrzeug dem gewohnten Bild der aktuellen Rettungsdienstfahrzeuge zu entsprechen. Damit sei ein Plus an Sicherheit durch die wiedererkennbare Warnwirkung verbunden.

Besonders erfreut ist die Bergwacht über die Möglichkeit, die Ausstattung mit den erforderlichen Medizingeräten wie EKG-Monitor/Defibrillator, Beatmungsgerät und anderem mehr auf Leihbasis aus dem Bestand des RDMH nutzen zu können. Nur so kann das ehrenamtlich bereitgestellte Einsatzfahrzeug dauerhaft mit modernster Medizintechnik bestückt bleiben.

»Die Bergwacht ist ein gutes Beispiel dafür, wie Haupt- und Ehrenamt in den Strukturen des DRK zusammenwirken«, sagte Landrat Manfred Görig. In der Schottener Bergwacht sind eine ganze Reihe hauptamtlicher Rettungsdienst-Mitarbeiter ehrenamtlich tätig. »Ihre Kompetenzen im Bereich der Notfallmedizin sind Gold wert bei den Einsätzen«, so der Landrat. Neben klassischen Bergrettungsaufgaben (Rettung aus unwegsamem Gelände) verstärken die ehrenamtlichen Kräfte der Schottener Bergwacht im Bedarfsfall auch den hauptamtlichen Rettungsdienst. »Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Notfallversorgung der Bevölkerung im Vogelsbergkreis«, unterstreicht Görig. Im Rahmen der Einsatzverstärkung Rettungsdienst werden rund 40 Einsätze pro Jahr von der Bergwacht erbracht.

»Für Schotten ist es ein großes Glück, dass wir eine so aktive Bergwacht vor Ort haben«, bekräftigte auch Bürgermeisterin Susanne Schaab. »Das betrifft seit vielen Jahren nicht mehr nur den Winter, wenn wir die Bergwacht auf den Pisten und Loipen als Rettungskräfte brauchen. Unsere touristische Infrastruktur mit ihren Rad- und Wanderwegen und Mountainbike-Routen braucht ganzjährig erfahrene und schnell einsatzbereite Kräfte, um bei Unfällen auch im unwegsamen Gelände zu helfen. Dazu ist die Bergwacht ein wichtiger Partner unserer Feuerwehren und bei vielen größeren Veranstaltungen. Das hohe Maß an Flexibilität und die Hilfsbereitschaft bei der Bergwacht hat uns auch in der Pandemie sehr geholfen - sei es mit dem öffentlichen Testzentrum oder der Unterstützung bei Impfangeboten vor Ort«, erklärte die Bürgermeisterin. Zum Dank für die Zusammenarbeit überreichte sie eine Barspende für den Förderverein der Bergwacht.

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