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Freuen sich auf die neue Express-Buslinie, v. l.: Andreas Fey, Bürgermeister von Kirtorf, RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai, Manfred Görig, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Landrat des Vogelsbergkreises, Marian Zachow, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie Thomas Fongar vom Omnibusbetrieb Käberich.

Schnell im Klinikum Marburg

Ab dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, dem 12. Dezember, fährt die neue Schnellbuslinie X35 zwischen Alsfeld und Marburg. Sie ist eine von sechs neuen RMV-Expressbuslinien. Darüber freuen sich auch Pendler in Kirtorf, die im Stundentakt nach Stadtallendorf und zum Uni-Klinikum Marburg gelangen.

Durch den neuen X-Bus 35 ergibt sich eine schnelle Direktverbindung zwischen der Universitätsstadt Marburg, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Vogelsbergkreis. Alsfeld wird durch die X35 zum Expressbus-Knoten: Die neue Linie schafft mit den zwei bestehenden Linien X33 nach Bad Hersfeld und X39 nach Schwalmstadt-Treysa ein schnelles und komfortables Mobilitätsangebot für unsere Region«, lobt Manfred Görig, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Landrat des Vogelsbergkreises.

Der Bus ist fast genauso schnell wie ein Pkw und bietet WLAN zum Arbeiten. Ein besonderer Vorteil ist der Stundentakt bis nach 22 Uhr abends. Ein konsequenter Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs helfe, mehr Fahrgäste für Bus und Bahn zu gewinnen. Erneut profitiere Mittelhessen von einer neuen Expressbusverbindung, lobte Görig den RMV.

Es sei bereits die fünfte X-Bus-Linie im Landkreis, so Marian Zachow, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Erster Beigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf. »Die schnelle Anbindung des östlichen Kreisgebiets an Klinikum und Universität in Marburg schafft ein tolles Angebot für Pendlerinnen und Pendler. So geht Mobilität und Verkehrswende - auch im ländlichen Raum.« Zachow warb für die Reaktivierung der Ohmtalbahn als Ost-West-Verbindung zwischen Marburg und Fulda. Da sei der Schnellbus ein erster Schritt.

»Das RMV-X-Busnetz vergrößert sich zum Fahrplanwechsel abermals deutlich«, fügte RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai an. »Die X35 zeigt ganz deutlich, was uns bei unseren Expressbuslinien wichtig ist: Schnelle Busverbindungen im ländlichen Raum schaffen, große Städte, zwischen denen es keinen direkten Schienenverkehr gibt, besser vernetzen und Fahrgästen moderne Fahrzeuge bieten. Von Alsfeld erreicht man das Marburger Uniklinikum zukünftig in einer Stunde statt wie bisher in zwei Stunden Fahrtzeit.« Das sei ein Beitrag zur Verkehrswende.

Andreas Fey als Bürgermeister von Kirtorf freut sich ebenfalls über die schnelle Verbindung. Das sei für Pendler nach Stadtallendorf und Marburg wichtig. Die Expressbuslinie ist montags bis freitags nahezu stündlich von morgens bis in den späten Abend unterwegs. Am Wochenende fährt die X35 einen Zwei-Stunden-Takt. Zwischen Februar und Ende September wird Stadtallendorf voraussichtlich wegen Bauarbeiten nicht angefahren. In Alsfeld haben Fahrgäste direkte Anschlüsse nach Fulda auf der Vogelsbergbahn.

Die Fahrpläne sind in der Verbindungsauskunft auf www.rmv.de sowie als PDF-Download verfügbar. Infos gibt es auch in der RMV-Mobilitätszentrale im Bahnhof Alsfeld. »Wir freuen uns, in Zukunft Teil des Erfolgskonzepts X-Busse sein zu können. Mit der ALV Oberhessen haben wir einen starken Partner an unserer Seite, um einen zuverlässigen und komfortablen Busbetrieb für die Fahrgäste zu garantieren«, sagte Thomas Reichwein, Inhaber des Omnibusbetriebs Käberich. Hierfür wurde eine Niederlassung in Alsfeld mit 15 Mitarbeitern geschaffen. Kennzeichnend für die Expressbusse im RMV seien kurze Fahrzeiten. Die Gesamtfahrtdauer von Alsfeld Bahnhof bis Marburg Hauptbahnhof beträgt eine Stunde und 15 Minuten. So sparen Fahrgäste 26 Minuten ein.

Eingesetzt werden fabrikneue Niederflurbusse mit einer leistungsfähigen Lüftungsanlage zum Schutz vor Infektionen. Sie sind klimatisiert und erfüllen mindestens die Emissionsnorm Euro VI. Sie haben einen Bereich für Rollstühle oder Fahrräder sowie eine Absenkvorrichtung, die den Einstieg für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erleichtert. Die Fahrgastinformation erfolgt über Bildschirme.

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