Wegen der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie sind nur wenige der langjährigen Mitglieder zur Ehrung erschienen. FOTO: SF
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Wegen der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie sind nur wenige der langjährigen Mitglieder zur Ehrung erschienen. FOTO: SF

Schlachtessen lohnt sich nicht mehr

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Merlau(sf). Vor einem halben Jahr war sie angesetzt worden, jetzt konnte sie erst stattfinden: Zur Jahreshauptversammlung des DRK begrüßte Vorsitzender Matthias Weitzel nun eine kleine Schar von Mitgliedern. In seinem Jahresbericht erläuterte Weitzel, zum Jahresende habe man über 500 Mitglieder mit knapp 70 Aktiven und 22 Mitgliedern im Jugendrotkreuz gehabt. Der Vorstand habe sich entschieden, das Schlachtessen nicht mehr anzubieten, weil der Erlös daraus rückläufig war. Geleistet habe man die Renovierung der Unterkünfte.

Bei der Bürgerstiftung Mittelhessen habe der Ortsverein Marius Zimmer für den Ehrenamtspreis für junge Menschen vorgeschlagen, und Zimmer habe 200 Euro gewonnen. Auch bei weiteren Preisauslobungen der Volksbank Mittelhessen habe man die Vereinskasse weiter auffüllen können. Erfreulich sei weiter, dass Zimmer bei den Alltagshelden von der Sparkasse Oberhessen mit einem Preisgeld von 1000 Euro ausgezeichnet wurde. Zudem habe die Sparkasse Oberhessen die Anschaffung eines Air-Tents großzügig bezuschusst.

Lea Göbel folgt Tanja Bothin nach

Im vergangenen Jahr hat sich nach Angaben von Weitzel in der Bereitschaftsleitung etwas geändert. Nachdem Marius Zimmer nun das zweite Jahr Bereitschaftsleiter ist, Lea Göbel und Ulf Immo Bovensmann seine Stellvertreter sind, hat die weibliche Bereitschaftsleiterin Tanja Bothin das Amt niederlegen müssen. Seitdem nimmt Lea Göbel die Funktion wahr. Der Ortsverein hatte 2019 knapp 30 Helfer.

Bei einer Großübung sollte in Ruppertenrod ein Haus eingestürzt sein, Personen waren zu bergen. Zusammen mit der Feuerwehr hatte man bei der anspruchsvollen Übung einige Stunden zu tun.

Weiterhin berichtete Weitzel, dass zu Beginn des letzten Quartals in 2019 gleich zwei erfreuliche Dinge passierten: Neben dem neu erworbenen Schnelleinsatzzelt für den Einsatzleitwagen, veranstaltete man das Partnerschaftsfest zusammen mit den befreundeten Bereitschaften aus Berlin und Bad Nauheim. Direkt am Tag nach dem Fest habe man das neue Zelt das erste Mal im Rahmen eines Bereitschaftsabends gemeinsam aufgebaut und die Helfer im Umgang mit Kompressor und Druckluftflasche geschult, mit denen das neue Zelt binnen Sekunden aufgebaut ist. Nachdem man über das Jahr vereinzelt kleine und größere Übungen hatte, endete das Quartal übungstechnisch mit dem Highlight des Jahres.

Viel Arbeit für Fernmeldedienst

In Romrod war als Lage ein brennendes Altenheims vorgegeben. Dort galt es, zusammen mit der Feuerwehr, rund 20 Patienten zu retten, und danach zu behandeln. Die Mücker bauten einen großen Behandlungsplatz im Gerätehaus der Feuerwehr Romrod auf, um die Patienten dann dort, nach der Rettung durch die Feuerwehr und die Krankentransportwagen, zu behandeln. Mit dabei waren auch der Blaulichtkanal und der Hessische Rundfunk. "So schaffte es unsere Übung insgesamt fünfmal in die Hessenschau und den Maintower, was für ordentlich viel Aufmerksamkeit sorgte", zeigte sich Weitzel zufrieden.

Die letzten Tätigkeiten des Jahres 2019 beschränkten sich auf eine kleine Übung mit der Feuerwehr Merlau und einem Verpflegungseinsatz, zusammen mit anderen Bereitschaften, beim Post-Brand in Alsfeld. Auch der Umgang mit den Feuerlöschern wurde noch an einem Abend geübt.

Für den Fernmeldedienst/IuK um Veit-Hans Borgmann war das Jahr 2019 sehr arbeitsintensiv. Wie in allen Jahren begann die Tätigkeit mit dem gewohnten BOS-Lehrgang in Friedberg. Im Februar und August fand ein IuK-Lehrgang an jeweils zwei Wochenenden in Darmstadt und Bad Nauheim statt. Als Ausbilder nahm Veit-Hans Borgmann zum Thema Telefontechnik teil. Der alte Bauwagen wurde anlässlich eines Besuchs eines Rot-Kreuz-Vertreters aus Togo, West Afrika, in Atzenhain ausgestellt und der Verwendungszweck erklärt. Über das vergangene Jahr verteilt wurden diverse Kontrollen der Funkgeräte (Updates) von Sven Kaufmann durchgeführt. Reparaturen und Instandsetzung der Fernsprechgeräte von Achim Jakobi und Veit-Hans Borgmann erledigt. Verteil über das Jahr 2019 kamen 685 Dienststunden zusammen.

In der Betreuung der Kleiderkammer lag im Jahr 2019 das Hauptaugenmerk des Sozialdienstes mit Pia Bachmann und ihren Helferinnen. An insgesamt 20 Freitagen über das Jahr verteilt war die Kleiderkammer geöffnet. Mit neun Frauen und einer Handvoll regelmäßigen Helfern konnte das Besucheraufkommen noch gut bewältigt werden. Aber Zuwachs in der Truppe wäre nötig, hieß es.

Es wurden wieder im Wechsel mit dem DRK Atzenhain, Blutspendetermine angeboten. Das DRK Mücke bietet nun seine Blutspendetermine in der Mehrzweckhalle des Flensunger Hofs an. Im Jugendbereich hat Julia Myska zu Beginn des Jahres gemeinsam mit der Feuerwehr Ruppertenrod eine Bambini-Gruppe ins Leben gerufen. Zum Ende des Jahres waren in den Gruppenstunden im Durchschnitt 15 Kinder anwesend.

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