Mit vielen Millionen Euro soll das Alsfelder Kreiskrankenhaus in den kommenden Jahren saniert und für die Zukunft aufgestellt werden. Der Vogelsberger Kreistag muss die Pläne noch absegnen. ARCHIVFOTO: JOL
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Mit vielen Millionen Euro soll das Alsfelder Kreiskrankenhaus in den kommenden Jahren saniert und für die Zukunft aufgestellt werden. Der Vogelsberger Kreistag muss die Pläne noch absegnen. ARCHIVFOTO: JOL

Sanierung für 75 Millionen Euro

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Vor einiger Zeit galt das Kreiskrankenhaus in Alsfeld noch als Sanierungsfall mit einen hohen Defizit, Jetzt soll es ein großer Wurf richten. In den kommenden Jahren sollen nach Willen der Kreisverwaltung 75 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung gesteckt werden. Das letzte Wort hat der Kreistag am 17. Dezember.

Das Alsfelder Kreiskrankenhaus wird von Grund auf saniert. In den nächsten gut 15 Jahren sollen rund 75 Millionen Euro investiert werden, kündigt Landrat Manfred Görig in einer Pressemitteilung an.

"Nach ersten Maßnahmen an Dach und Physiotherapie, mit denen wir 2017 begonnen haben, geht es nun an die Umsetzung des umfangreichen Gesamtsanierungskonzeptes. Wir stellen damit die Weichen für die Zukunft, um die gesundheitliche Versorgung im Vogelsbergkreis auf Dauer sicherzustellen", betont Landrat Görig und kündigt an, dass der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 17. Dezember über das Sanierungskonzept beraten wird.

Als "großes Vorhaben" bezeichnet der Landrat die grundlegende Sanierung des Kreiskrankenhauses. "Das Gesamtkonzept steht, Vorgehensweise und Finanzierung sind abgestimmt, jetzt kann die Sanierung endlich in Gänze umgesetzt werden - vorbehaltlich der Zustimmung des Kreis- tages am 17. Dezember."

Im nächsten Jahr sollen für 1,175 Millionen Euro sogenannte Akutmaßnahmen durchgeführt werden, so sollen unter anderem die Brandmeldeanlage, die Druckluftanlage und die Telefonanlage erneuert werden.

Im ersten Bauabschnitt wird der erste Stock des Funktionsgebäudes mit Operationssälen, Intensivstation und Sterilisation umgebaut, Dachfläche und Technikzentrale werden erneuert sowie die Küche im Keller saniert. Die Arbeiten werden einen Zeitraum von 2022 bis 2024 in Anspruch nehmen und sind mit Gesamtkosten von mehr als 13 Millionen Euro veranschlagt.

Die Bauabschnitte II und III sind für den Zeitraum von 2024 bis 2029 eingeplant. Dann stehen Umbau und die Sanierung des Funktionsgebäudes im Erdgeschoss mit Notfallaufnahme, Funktionsdiagnostik, Endoskopie, Radiologie und Arztdienst auf dem Plan. Außerdem wird das Fo-yer mit Speisenausgabe und Restaurantbereich umgebaut. Kosten dieser beiden Bauabschnitte: mehr als 17 Millionen Euro.

Zwischen 2030 und 2032 wird zunächst der Verwaltungsbereich saniert. Dann schließt sich der Umbau von Bettenhaus 2 mit den Stationen 4 und 5 an. Die Patientenzimmer werden mit barrierefreien Nasszellen ausgestattet. Zudem werden Isolierzimmer eingerichtet. Die Nebenräume werden umstrukturiert, um beispielsweise zusätzlichen Raum für die Speisenversorgung zu schaffen. Erstmals wird dann auch ein zentraler Schwesternstützpunkt zwischen zwei ursprünglich autark geführten Pflegestationen eingerichtet. Im Anschluss werden die Stationen 3 und 6 im Bettenhaus 2 auf diese Art und Weise umgebaut. Die Kosten für diesen vierten und fünften Bauabschnitt sind mit mehr als 20 Millionen Euro veranschlagt.

Der Umbau des Bettenhauses 1 mit den Stationen 1 und 2 ist für 2033/34 eingeplant. Abschließend werden noch der Lager- und Werkstattbereich saniert, zudem die Aufstellflächen der technischen Gebäudeausrüstung. Für den sechsten und siebten Bauabschnitt sind zusammen mehr als 22 Millionen Euro an Kosten eingeplant.

Im Rahmen der umfangreichen Sanierung wird die gesamte Technik erneuert - von der neuen Stromleitung über das neue Wasserrohr bis hin zu neuer Beleuchtung oder neuer Lüftungszentrale. Zudem wird der Brandschutz auf den heutigen Stand der Technik gebracht.

"Wir haben einen Grob- rahmentermin erstellt", sagt Landrat Görig, "wir gehen davon aus, dass die umfangreiche Baumaßnahme 2035 abgeschlossen sein wird".

Auch die Gesamtkosten können zum jetzigen Zeitpunkt nur mittels sogenannter Kostenkennwerte grob beziffert werden. Nach Berechnung mit diesen Werten hat die Gesamtsanierung ein Volumen von rund 75 Millionen Euro. Finanziert wird das Ganze aus der Investitionspauschale für Krankenhäuser, aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogrammes des Landes Hessen für Krankenhäuser (13 Millionen), aus eigenen Finanzmitteln des Kreises und durch Kredite.

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