Ruhl lobt Görig

  • vonRedaktion
    schließen

Vogelsbergkreis(pm). "Mit Verwunderung" nimmt der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Ruhl (Herbstein) die Aussagen des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Krug zur Bewältigung der Corona-Krise zur Kenntnis. Im Moment gehe es bei allen Bemühungen neben der vorrangigen Eindämmung der Pandemie um die Sicherung wirtschaftlicher Existenzen, schreibt Ruhl in einer Pressemitteilung. Der Bund mit der Koalition aus CDU und SPD sowie das Land Hessen mit Schwarz-Grün hätten Programme mit Zuschüssen und Darlehen für große und kleine Firmen, Soloselbstständige, örtliche Vereine und Studenten aufgelegt. Gleichzeitig würden hohe Summen für die Beschaffung von Schutzausrüstung oder die Sicherstellung der Krankenhäuser verausgabt.

In diesen Fällen werde gerade nicht zum Nachteil des ländlichen Raumes gehandelt, sondern alle Antragsteller erhielten nach persönlicher Betroffenheit Förderung, unterstreicht Ruhl, der dem Haushaltsausschuss des Hessischen Landtags angehört. Nur so können nach Möglichkeit Insolvenzen vermieden und die wirtschaftliche Erholung nach der Krise und möglichst viele Arbeitsplätze gesichert werden.

"Viel Geld - rund eine dreiviertel Milliarde Euro - ist in Hessen schon bei Firmen und Personen angekommen", berichtet der Wahlkreisabgeordnete. SPD-Mann Krug solle sich ein Beispiel an seinem Parteifreund, dem Vogelsberger Landrat Manfred Görig, nehmen, der die Arbeit des Landes Hessen in der derzeitigen Lage etwa mit dem Förderprogramm "Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit" gewürdigt habe, hebt der Landespolitiker hervor.

Klar sei aber auch, dass sich der Staat auf allen Ebenen, Bund, Land und Kommunen derzeit massiv verschulde. Wer jetzt, wie die SPD Vogelsbergkreis, weitere Ausgabenwünsche vortrage, die nicht zuvorderst der Eindämmung der Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen dienten, verkennt die aktuelle Situation aller öffentlichen Haushalte.

"Wir werden zu gegebener Zeit sicherlich darüber diskutieren müssen, welchen Anteil der zu erwartenden Verschuldung die verschiedenen staatlichen Ebenen zu tragen haben. Jetzt ist es aber erst mal die Zeit, die Krise durchzustehen", betont Landtagsabgeordneter Ruhl.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare