Die Goldhochzeiter Roswitha und Arthur Blum haben in ihrem Heimatort Wohnfeld viel bewirkt. FOTO: SF
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Die Goldhochzeiter Roswitha und Arthur Blum haben in ihrem Heimatort Wohnfeld viel bewirkt. FOTO: SF

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Roswitha und Arthur Blum feiern goldene Hochzeit

  • vonJutta Schuett-Frank
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Wenn man Roswitha geb. Rahn und Arthur Blum beim Tanzen trifft, spürt man, dass sie ein glückliches Paar sind. Die beiden Goldhochzeiter stammen aus Wohnfeld und sind ihrem Heimatort treu geblieben. Zwar kannte man sich schon von der Schulzeit her, aber erst im Teenageralter wurde angebandelt.

Arthur Blum ist am 19. November 1945 und Ehefrau Roswitha am 28. September 1948 geboren. Und wie kamen die beiden zusammen? "Zum Glück hatte mir mein älterer Freund Franz den guten Rat gegeben. Um den heißen Feger solltest Du dich kümmern, sonst ist die weg", so erinnert sich der Jubilar lächelnd. Dies war der Beginn von sieben stürmischen Jugendjahren. 1967 wurde sich nach damaliger Sitte verlobt und drei Jahre später die Hochzeit geplant. Die standesamtliche Trauung des Jubelpaares wurde von Bürgermeister Wilhelm Schombert am 1. Mai 1970 vollzogen und am Folgetag fand die kirch- liche Trauung statt.

Die Jubilarin erlernte den Beruf der Friseurin in Grünberg im Salon Thelen und wechselte dann zum Salon Richter in die Marktgasse. Der Jubilar machte seine Ausbildung zum Technischen Zeichner bei der Firma Heyligenstaedt in Gießen. Seine vierjährige Bundeswehrzeit verbrachte Arthur Blumen bei der Luftwaffe und dort bei der Radartechnik. Bei der IHK in München absolvierte der Jubilar seine zweite Ausbildung zum Radio- und Fernsehmechaniker. Sein weiterer Berufsweg führte ihn auf die Weilburger Technikerschule und dann zum weiteren Studium auf die THM Gießen.

Weitere Stationen waren diverse Firmen mit beginnender EDV-Technik wie Siemens, Sperry Univac und als Ausbilder am Control-Data-Institut in Frankfurt für EDV-Techniker. Später war der Jubilar Abteilungsleiter der Softwareentwicklung für Werkzeugmaschinen und Fertigungstrassen in Gießen.

Seit 1990 führen die Eheleute gemeinsam die Firma Datentechnik Blum GmbH. "Der Schwerpunkt der Kundenbasis ist der Anwalts- und Notarbereich. In den letzten 30 Jahren haben wir sehr erfolgreich am heutigen Erfolg von RA-MICRO mitgearbeitet und es zum Marktführer in Deutschland gemacht. Wir betreuen derzeit etwa 800 Kanzleien aus unserem Standort Ulrichstein. In der Stadt Ulrichstein sind wir als Gewerbesteuerzahler geschätzt. In dieser Zeit wurden mehr als zehn Mitarbeiter in der Informationstechnologie ausgebildet", resümiert Arthur Blum. Als ein gelungenes Beispiel einer Integration kann man den derzeitigen Auszubildenden Razi Faqiri nennen, der mit 16 Jahren Afghanistan verlassen hat und nach acht Monaten in Deutschland war. Er hat sich gut eingelebt und ist jetzt auch verheiratet.

Seit 2000 ist der Sohn von Roswitha und Arthur Blum, Christoph, nach Abschluss seines Studiums zum Dipl.-Informatiker auch als Geschäftsführender Gesellschafter an der Firma beteiligt. Damit ist die Nachfolge gesichert. Erfreulich war es für das Familienunternehmen, dass Ehefrau Roswitha neben Haushalt und Familie in der Buchhaltung arbeitete und sich bei Seminaren stark einbrachte. Das Jubelpaar geht in der Freizeit gerne schwimmen und wandern. Überall, wo man das Tanzbein schwingen kann, sind Roswitha und Arthur Blum mit Elan dabei. Die Urlaube werden sehr gerne in Meran, Südtirol, und im restlichen Italien verbracht. Aber auch andere Länder in Europa wurden schon bereist. Schießen ist ein Hobby von Arthur und Christoph Blum. Bei den Deutschen Meisterschaften der DSU 2019 in Philippsburg konnte Arthur Blum in der Disziplin LPH1.G2 den 1. Platz belegen und kann sich seither "Deutscher Meister" nennen. In der weiteren Disziplin LPER1.G3 belegte er den 4. Platz.

Anfang der 1970er Jahre war Arthur Blum auch Mitglied im Ortsbeirat. Damals stand die Einweihungsfeier des umgebauten Dorfgemeinschaftshauses an. Weil niemand die Feier organisieren wollte, hat Arthur Blum dies mit seinem Privatgeld getan. Am Ende der Einweihung waren dann etwas mehr als 200 DM übrig. Dieser Betrag wurde dem 1975 neu gegründeten TSV Wohnfeld von dem heutigen Jubelpaar als Startkapital gespendet. Dem neuen TSV stand Arthur Blum auch als Vorsitzender zur Verfügung. Aus beruflichen Gründen war ein Wechsel erforderlich.

Zur 650-Jahr-Feier in Wohnfeld (2003) wurde durch das Jubelpaar der große Streitbach-Wanderpokal gestiftet. Zu diesem Termin wurde auch die Streitbachquelle-Versöhnungsurkunde unterzeichnet. Anwesend waren der Landrat, die Bürgermeister aus Ulrichstein, Mücke und Schotten, sowie die Ortbeiräte aus Rudingshain, Feldkrücken, Kölzenhain, Bobenhausen, Wohnfeld, Sellnrod und Groß- Eichen. Der Streitbach-Wanderpokal, mit 80 cm Höhe war für viele Jahre das begehrte Objekt für einen Turniersieg bei den Schoppenturnieren. Der TSV Wohnfeld war der Veranstalter und wurde von dem Jubelpaar immer gerne unterstützt.

"Seit sechs Jahren freuen wir uns über einen tollen Enkel, Maximilian Alexander Blum. Bei Opa und Oma darf ein Enkel immer mehr. So wie überall", sagte der stolze Jubilar. sf

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