Stadtverordnete gegen Solarparks jetzt

  • schließen

Romrod (pwr). Dem Bau von gleich drei Solarparks im Stadtgebiet von Romrod wurde in der Stadtverordnetenversammlung eine klare Absage erteilt. Man war einstimmig gegen die Aufstellung der Bebauungspläne in den Gemarkungen von Romrod und Zell. Künftig könnten dennoch Solarparks in Romrod entstehen. Wie der Bau- und Umweltausschussvorsitzende Arndt Planz erklärte, soll dazu eine langfristige Planung mit einem Kataster für geeignete Flächen erstellt werden. Den gleichen Tenor schlug der CDU/FWG-Stadtverordnete Hauke Schmehl an: "Wir sollten zu dem Thema keine vorschnellen Beschlüsse machen".

Er resümierte in der Versammlung die Vor- und Nachteile von Solarparks. Aus Schmehls Sicht wurde die Stadtverordnetenversammlung über die Nachteile zu wenig informiert. "Die Stadtverordneten mussten sich zu dem Thema selbst informieren und führten viele Bürgergespräche", berichtete Schmehl. Vorteile sah er für die Landinhaber, die Betreiber in Form einer Genossenschaft sowie die Umwelt. Nachteile sah er durch den Verlust von fruchtbarem Ackerland zur Erzeugung von Nahrungsmitteln, einem fehlenden Gesamtkonzept mit der Gefahr von wilder Flächenausweisung sowie dem Verlust des ländlichen Landschaftsbildes gegen eine "Mondlandschaft". Der CDU/FWG-Stadtverordnete betonte, dass er nicht generell gegen erneuerbare Energien ist. "Fotovoltaik gehört auf versiegelte Flächen, zum Beispiel auf Dächer", sagte Schmehl. Aus seiner Sicht könnte ein Förderprogramm für Fotovoltaik-anlagen auf Familienhäusern einen klimafreundlichen Beitrag leisten. "Davon würden alle profitieren", meinte Schmehl. In Funktion des Ortsvorstehers von Zell ergänzte Arndt Planz, dass bei ihm kein Einwohner mit Befürwortung eines Solarparks in den örtlichen Gemarkungen vorstellig wurde.

Unverzüglichen Handlungsbedarf sprach der Prüfdienst des Landes und der Unfallkasse Hessen an den Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen der Feuerwehr Romrod im April aus. "Ich habe nicht verstanden, warum die Feuerwehrhäuser auf Rot gesetzt wurden", erklärte Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg zum Gebäudezustand. Die meisten Mängel bei der Feuerwehr könnten durch organisatorische Maßnahmen gelöst werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare