1. Gießener Allgemeine
  2. Vogelsbergkreis
  3. Romrod

Gerätehaus nicht mehr up to date

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Philipp Weitzel

Kommentare

lkl_AP0A5681_100122_4c
Gerhard Bing (l.) und Gert Volp erhielten für ihr ehrenamtliches Engagement für die Feuerwehr jeweils eine hölzerne Verweilbank mit persönlicher Gravur. © Philipp Weitzel

Romrod (pwr). Über 40 000 Euro hat der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Romrod in den beiden vergangenen Jahren für gemeinnützige Zwecke aufgebracht. Unter anderem Rettungsgeräte für Verkehrsunfälle, Hilfsmittel bei Wohnungsbränden oder Nützliches für die Jugendarbeit finanzierte der 276-köpfige Verein, wie in der Jahreshauptversammlung anklang.

Zudem wurden unzählige Stunden ehrenamtlich aufgebracht.

Akten zur offiziellen Eintragung 1936

Der Vereinsvorsitzende Reinhold Weitzel resümierte die zahlreichen Aktivitäten. Den Zusammenhalt der Einsatzkräfte der städtischen Feuerwehr unterstützte der Verein unter anderem mit einem Ausbildungsfrühstück, Aufmerksamkeiten bei digitalen Ausbildungen sowie einem Imbiss zur Mehrgenerationenübung mit Übergabe eines neuen Grills. Traditionelle Beteiligungen des Vereins entfielen. Durch Zufall erhielt der Förderverein kürzlich vom Amtsgericht in Gießen Einblick in alte Akten, aus denen seine offizielle Eintragung am 3. Oktober 1936 hervorgeht.

Der Förderverein bewarb sich in jüngster Zeit erfolgreich bei Förderprogrammen. So konnte in 130 Stunden eine »mobile Dorflinde« in Anhängerform hergerichtet werden, die für gemeinnützige Veranstaltungen genutzt werden soll. Für die Jugendfeuerwehr wurde ein Brandtrainer beschafft. Derzeit wird die Vorstandarbeit mit Hard- und Software digitalisiert. Demnächst soll es eine bienenfreundliche Blühwiesenaktion der Jugendfeuerwehr sowie eine Werbeaktion zur Mitgliedschaft im Förderverein geben.

Dankbar zeigte sich der Vorsitzende über die Erneuerung der Schließanlage des städtischen Feuerwehrhauses, das auch dem Verein für seine Tätigkeiten zur Verfügung gestellt wird. Nach gerichtlicher Anordnung erhielt der Verein von einem Täter des Einbruchs in das Feuerwehrhaus im Jahr 2016 eine Überweisung in Höhe von 1500 Euro.

Großen Dank für die Unterstützung richtete Wehrführer Heiko Heilbronn an den Förderverein. Er berichtete von den 53 Alarmen mit insgesamt 780 Einsatzstunden. Besonders gefordert waren die Feuerwehrleute bei einem Hochwasser sowie bei einem Einsatz in einem Corona-Haushalt. Wie Heilbronn schilderte, absolvierten die 38 Feuerwehrleute neun Übungseinsätze und brachten 109 Stunden für Gerätewartungen und Reinigungen auf.

Statt mit den neuen digitalen Alarmpagern wurden die Feuerwehrleute oft mit alten analogen Meldeempfängern zur Hilfe gerufen. Dazu erläuterte der Wehrführer, dass die Abdeckung des Digitalfunks im Gebiet der Stadt augenscheinlich nicht ausreichend ist. Zum Feuerwehrhaus sagte er, dass dieses nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Zur Reduzierung der Unfallgefahr soll an der Alarmausfahrt direkt neben dem Kindergarten eine Warnanlage installiert werden.

Entwicklungsschritt in der Pandemie

Jugendfeuerwehrwart Stefan Bing berichtete von der Nachwuchsabteilung. In den vergangenen beiden Jahren wurden 67 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung mit der Jugend unternommen.

Willy Eifert, der Leiter der Ehren- und Altersabteilung, konnte in seinem Jahresbericht aufgrund von Corona auf nur wenige Unternehmungen zurückblicken. So fanden lediglich drei Treffen unter anderem mit einer Wanderung statt. Kassenverwalter Gert Volp informierte, dass die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung außerordentlich vom Feuerwehrverein unterstützt wurden.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg dankte für das Engagement. Aus ihrer Sicht wurde die Corona-Situation für einen Entwicklungsschritt genutzt. »So ein Virus bremst uns nicht aus«, sagte die Bürgermeisterin und erinnerte an die Impfaktion mit Unterstützung der Feuerwehr zur Bürgermeisterwahl. Stadtverordnetenvorsteher Hauke Schmehl sprach von schweren Voraussetzungen für das Ehrenamt während der Pandemie. Diese Herausforderung hob auch Stadtbrandinspektor Björn Müller hervor.

Für jahrzehntelange Tätigkeit im Vorstand wurden Schriftführer Gerhard Bing und Kassenverwalter Gert Volp geehrt, die jeweils eine hölzerne Verweilbank mit persönlicher Gravur erhielten.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden 20 Präsente an verdiente Mitglieder für besonderes Engagement verliehen. Dem Vereinsvorsitzenden Reinhold Weitzel sowie den Wehrführern Heiko Heilbronn und Philipp Weitzel wurde von den Vertretern der Einsatzabteilung mit weiteren Präsenten gedankt.

Auch interessant

Kommentare