Ausgestattet mit Atemschutzgeräten rettet ein Feuerwehrtrupp den verunglückten Fahrer (Puppe). FOTO: PWR
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Ausgestattet mit Atemschutzgeräten rettet ein Feuerwehrtrupp den verunglückten Fahrer (Puppe). FOTO: PWR

Feuerwehr probt Unfall mit Coronaviren

  • vonPhilipp Weitzel
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Romrod(pwr). Ein mit Corona-Verdachtsproben verunfalltes Kurierfahrzeug stellte am Donnerstagabend ein Übungsszenario der Feuerwehr dar. Im Rahmen der regelmäßigen Ausbildung widmeten sich die Feuerwehrleute dem Einsatz bei Gefahrstoffen.

Für die nicht alltägliche Feuerwehrübung wurde an der B 49 Feldatal ein Verkehrsunfall nachgestellt. Dem Szenario zufolge kam der Kleintransporter eines Kurierdienstes von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Dabei wurde die Ladung aus dem Fahrzeug geschleudert. Mehrere Versandstücke lagen verstreut umher, dazwischen befand sich der bewusstlose Fahrer. "Zunächst ein ganz normales Szenario bei einem Verkehrsunfall", sagte ein Sprecher der Feuerwehr, wenn da nicht die Versandstücke mit einer speziellen Kennnummer gewesen wären. Während der fiktive Unfallort in einem Umkreis von 50 Metern abgesperrt wurde, forderte der Löschfahrzeugführer über die Kennnummer nähere Informationen an. Parallel rüsteten sich gleich vier Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten aus, zwei davon sprinteten zu dem verunfallten Fahrer und zogen ihn an die Grenze des möglichen Gefahrenbereichs. Dort hatten derweil weitere Feuerwehrleute einen Platz zur notdürftigen Reinigung des Verunfallten eingerichtet, u. a. mit einer Auffangwanne, fließendem Wasser und einer Kleiderschere. Nähere Informationen über den Gefahrstoff veranlassten den Einheitsführer, Spezialkräfte anzufordern und so das Ende der Übung einzuläuten. Laut Feuerwehr zielte das Training auf die Erstmaßnahmen beim Gefahrstoffunfall.

Die Feuerwehrleute informierten sich genauer über die verschiedenen Versandstücke, darunter eine sogenannte P650-Verpackung, die zum Versand von ansteckungsgefährlichen Stoffen eingesetzt wird. So werden auch Corona-Verdachtsproben transportiert.

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