Roll-in-Kino am Parkplatz Alter Esel

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Lauterbach(pm). Besonders einfallsreich erweist sich ein Netzwerk an Kooperationspartnern der Jugend- und Familienhilfe im Vogelsbergkreis, um in Zeiten der Corona-Pandemie den Sozialraum für Menschen buchstäblich ins Rollen zu bringen. Zur Roll-in-Kinoveranstaltung am Freitag, dem 14. August, auf dem Parkplatz "Alter Esel" in Lauterbach sind alle Interessierten auf zwei Beinen, zwei oder vier Rädern eingeladen.

Ob Rollstuhl, Bobby-Car, Fahrrad, Rollerskates oder Rollator - als Familie, Einzelperson oder in der Kleingruppe: Zu den Kinovorführungen "Rocca verändert die Welt" um 15 Uhr oder zur Vorstellung "Winnetous Sohn" um 18 Uhr können sich Jung und Alt aus der ganzen Region auf den Weg nach Lauterbach machen und einen vergnüglichen Nachmittag oder Abend verbringen. Einlass für die Vorstellungen ist um 14 Uhr und um 17 Uhr.

Ideengeberin der Aktion ist Katja Weigold vom Haus am Kirschberg. In Absprache mit den Vogelsberger Lebensräumen (VBL), dem Kooperationspartner in der Jugend- und Familienhilfe entwickelte eine Projektgruppe einen ersten Plan, um mit kleinen, kreativen Aktionen die Eröffnung der neuen Jugendhilfeeinrichtung "Kirschberg im Centrum" (Träger Haus am Kirschberg) und des Jugend- und Familienhauses "Alte Gärtnerei" (VBL) auch in Zeiten von Covid-19 zu feiern.

Schnell waren begeisterte Mitstreiter aus privater und öffentlicher Trägerschaft gefunden. "Auf diese Weise entstand als erste Maßnahme das Roll-in-Kino, um den Sozialraum wieder ins Rollen zu bringen", beschreibt Tobias Rübbert die Entstehungsgeschichte. Dass dabei die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen zur Datenerfassung und Einlasskontrolle der Besucher, die Maskenpflicht bis zur Einnahme von Sitz- oder Stehplatz einzuhalten ist und die Abstandsregel gewahrt sein muss, verstehe sich von selbst, sagt der Sozialpädagoge.

Dank der Genehmigung durch den Magistrat der Stadt Lauterbach steht den Organisatoren das Gelände zwischen Stadtbibliothek und Hohhaus kostenlos zur Verfügung, die öffentlichen Toiletten dürfen genutzt werden, und mithilfe der Stadt wird für die Umzäunung und eine teilweise Bestuhlung gesorgt. Das Catering übernimmt "Kompass Leben" als Kooperationspartner in der Eingliederungshilfe, die den Überschuss zu gleichen Teilen wieder in das Projekt fließen lassen.

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