Die Sängerinnen Eva M. Kölling (Edith) und Alexandra J. Frölich (Griseldis) in Aktion. FOTO: PM
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Die Sängerinnen Eva M. Kölling (Edith) und Alexandra J. Frölich (Griseldis) in Aktion. FOTO: PM

Revue und Schlager im Getürms

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Alsfeld(pm). Eingebettet in eine sommerlich romantische Landschaft erhebt sich das Getürms bei Angenrod über goldene Stoppelfelder. In diese warme Atmosphäre tauchte das einzigartige Deutsch-Jüdische Theater aus Berlin ihr Stück "Wenn die beste Freundin mit der besten Freundin…" und versetzte das Publikum in eine für Corona-Zeiten fast vergessene fröhliche Heiterkeit.

Die Story: Zwei arbeitslose Künstlerinnen werden von der Stadt Berlin in die Gedächtniskirche abkommandiert, um diese für den bevorstehenden Papstbesuch auf Vordermann zu bringen. Mit Widerwillen beginnen sie ihre Arbeit, träumen sich aus ihrem Alltag immer wieder heraus und landen musikalisch in den goldenen 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Stücke jüdischer Autoren wie Paul Abraham, Friedrich Hollaender, Mischa Spolianski und Werner Heymann werden zum Besten gegeben: "Wenn ich mir was wünschen dürfte…", "Ein Freund, ein guter Freund…", "Einmal möchte ich keine Sorgen haben…" und viele andere bekannte Lieder wurden angestimmt.

Begleitet wurden die beiden Sängerinnen Eva M. Kölling (Edith) und Alexandra J. Frölich (Griseldis) von dem russischen Pianisten Alexander Gutmann (Sascha Rosenzweig). Nach und nach verwandelte sich die ganze Renovierungsaktion zu einer fetzigen musikalischen Revue, in der auch der Pianist seine Theaterrolle übernahm.

Nur nach einer Zugabe der zweistündigen Vorstellung durfte das Trio die Bühne des alten Gemäuers verlassen. Unterstützt wurde das "ganze Theater" des Vereins Karuszel Gebirgskulturen übrigens vom mittelhessischen Kultursommer.

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