"Respekt nach überraschender Entscheidung"

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Vogelsbergkreis(pm). Überrascht reagiert die CDU-Vogelsberg auf die Ankündigung der Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, nicht nur auf die Kanzlerkandidatur, sondern auch auf den Vorsitz verzichten zu wollen. "Wir zollen der Entscheidung Respekt und danken AKK für die Leistungen in den schwierigen Zeiten für die CDU", teilen CDU-Kreisvorsitzender Dr. Jens Mischak (Lauterbach), Landtagsabgeordneter Michael Ruhl (Herbstein), CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Stephan Paule (Alsfeld) und Landesvorstandsmitglied Kurt Wiegel (Lauterbach) in einer ersten Stellungnahme mit. Nach den nur als chaotisch zu bezeichnenden Verhältnissen in Thüringen sei klar, dass sich so etwas nicht wiederholen dürfe.

"Unabhängig von den Ereignissen in Thüringen, wo wir uns als Vogelsberger CDU nicht dazu berufen fühlen, den dortigen Parteifreunden Ratschläge zu erteilen, steht fest: Die Bundespartei muss nun schnell die Führungsfrage klären und ihren klaren Kurs wiederaufnehmen. Die Mitglieder erwarten, dass damit nicht Monate gewartet wird. Eine Hängepartie können wir uns nicht leisten, sonst suchen wir keinen Kanzlerkandidaten, sondern einen Oppositionsführer", betont Kreisvorsitzender Dr. Mischak. Man wolle keine endlose "Road-Show" wie bei der SPD, man dürfe aber auch mal für sich in Anspruch nehmen, zwei Nächte über die Situation nachzudenken, um insbesondere mit der Schwesterpartei CSU das weitere Verfahren abzuklären.

Für die CDU Vogelsberg sei klar, dass man mit keiner extremen Partei, weder von rechts noch links, zusammenarbeiten könne. Es müsse daher nochmals unterstrichen werden, dass man weder für eine Zusammenarbeit mit der AfD noch der Linkspartei zur Verfügung stehen dürfe, bekräftigt Landtagsabgeordneter Ruhl, der sich diese Klarheit auch vom CDU-Ministerpräsidenten im hohen Norden wünsche.

Von einer neuen Parteiführung erwarte man, dass sie glaubwürdig den Umbau der CDU zur modernen Volkspartei, als die man sich sehe, fortsetze und Belange der bürgerlichen Mitte verkörpere.Wenn sich die CDU klar auf ihre eigenen Stärken besinne und nicht den Themen anderer Parteien hinterherlaufe, wird sie auch in Zukunft weiter erfolgreich sein, sind die vier CDU-Politiker überzeugt.

Auch wenn ein jedes CDU-Mitglied Wünsche für die Nachbesetzung habe, mache es derzeit keinen Sinn, diese "wie wild rauszuposaunen", ruft Mischak die Partei zur Geschlossenheit auf. Damit schade man nicht nur dem favorisierten Kandidaten, sondern auch der Partei. Man werde daher zum jetzigen Zeitpunkt keine Äußerungen in Richtung eines bestimmten Kandidaten abgeben, sagte Mischak.

Für all diejenigen, die nun eine Mitgliederbefragung forderten, sei außerdem gesagt, dass der Parteitag dies im Dezember mit einer deutlichen Mehrheit von 80 Prozent abgelehnt habe.

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