Baugebiete wie Wallenbach in Mücke sind gefragt, nun erschließt die Gemeinde einen weiteren Bereich. FOTO: JOL
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Baugebiete wie Wallenbach in Mücke sind gefragt, nun erschließt die Gemeinde einen weiteren Bereich. FOTO: JOL

Reservieren zahlt sich aus

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Bauplätze sind in Mücke schon seit einiger Zeit recht gefragt. An vielen Orten ist Bautätigkeit zu bemerken. Vorteile hat man bei reservierten Bauplätzen, etwa im Gebiet Wallenbach in Nieder-Ohmen.

Bauen in Mücke ist schon seit einigen Jahren im Trend, Grundstücke in der Gemeinde sind gefragt. Dabei wirkt sich in Ortsteilen wie Atzenhain, Bernsfeld, Nieder-Ohmen oder Merlau/Flensungen die gute Anbindung über die Autobahn und die Nähe zum Landkreis Gießen und zum Rhein-Main-Gebiet positiv aus. Darauf reagiert die Gemeinde Mücke mit der Erschließung von weiteren Bauplätzen. Nun geht es im Baugebiet Wallenbach zwischen Merlau und Nieder-Ohmen voran. Dazu beschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung in diesen Tagen einen Vorteil für Bauinteressierte, die bereits Grundstücke im entsprechenden Bereich reserviert haben.

Die angehenden Häuslebauer sollen bis zum 31. Oktober diesen Jahres die Möglichkeit haben, die reservierte Fläche für 86 Euro pro Quadratmeter zu erwerben. Neu-Käufer sollen hierfür 103,20 Euro pro Quadratmeter entrichten, dazu kommt dann noch der Kläranlagenbeitrag. Der Beschluss des Ausschusses ist, wie üblich, nur die Grundlage für eine noch anstehende Entscheidung in der Gemeindevertretung, die kommende Woche tragen wird. Bei der Ausschussdebatte im Bau- sowie im Hauptausschuss war schnell klar, dass der Grundstückspreis steigen muss. Denn Bürgermeister Andreas Sommer teilte mit, dass die Gemeinde "bei der Erschließung drauflegt".

Neuer Arbeitskreis

Die Kosten für den Bau von Versorgungsleitungen, Straße und Gehweg seien durchweg höher als die Summe der Beiträge durch die Anlieger. Nun sollen zwölf bis 13 Grundstücke erschlossen werden. Eine Besonderheit: Bereits seit 2017 sind manche Grundstücke reserviert, weil die Gemeinde mit den Erschließungsarbeiten erst jetzt beginnt. Der Bauausschuss beschloss, dass künftig nur Reservierungen für Grundstücke über 18 Monate möglich sein sollen.

Auch im Hauptausschuss herrschte die Haltung vor, dass eine Reservierung über drei Jahre hinweg nicht zumutbar ist. Auf Anregung von Günter Zeuner (FW) und Dr. Hans Heuser (CDU) werden die Bauinteressenten angeschrieben, damit sie Gelegenheit haben, das Grundstück zum alten Preis zu kaufen. Impulse für die Entwicklung der Ortsteile erhofft sich die CDU von einem Arbeitskreis Dorfentwicklung (die AAZ berichtete).

Der Bauausschuss stimmte einem Antrag der Fraktion zu, wonach Bürgermeister Andreas Sommer zu Treffen des Arbeitskreises einladen soll. Die Struktur ist angelehnt an den AK Tourismus, wie Dr. Anneliese Brunn erläuterte. Dabei geht es um die Einbeziehung von privaten Bauherren aus den Ortsteilen in Beratungen mit Kommunalpolitikern und Fachleuten von Bauämtern.

Sommer begrüßt das neue Gremium, in dem Kommunalpolitiker aus Gemeindeparlament und Ortsbeiräten mit Privatleuten ins Gespräch kommen können. Zu den Treffen des Kreises sollen Fachleute zu Spezialthemen eingeladen werden.

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