Rentenansprüche verfallen nicht

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Vogelsbergkreis(pm). Die Mitgliederversammlung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Kreisverband Vogelsberg-Schwalm, wurde vom Vorsitzenden Jens Nold mit seinem Jahresbericht eröffnet. Als Aktionen des Kreisverbandes erläuterte er die Aktivität zur Maifeier auf dem Alsfelder Marktplatz. Hier hatte die IG BAU ein Informationszelt aufgebaut. Er dankte Kurt Grabner, der durch sein langjähriges Engagement ein "leuchtendes Beispiel" für die Gewerkschaftsarbeit sei.

Als nächstes Angebot an die Mitglieder berichtete er von der Herbstwanderung im Romröder Forst. Hierbei stand der aktuelle Waldzustand im Mittelpunkt. Viele Stunden im Jahr seien notwendig, um die Mitarbeit im DGB Vogelsberg sicherzustellen. Hierbei habe die IG BAU den Bezug zur beruflichen Praxis immer als Schwerpunkt gesehen.

Durch die wöchentliche Sprechstunde im Gewerkschaftsbüro in Alsfeld sei eine Anlaufstelle für alle Gewerkschaftsmitglieder gewährleistet. Er berichtete von der Betreuungsarbeit und den vielfältigen Hilfsangeboten.

Die Gespräche mit der kommunalen Ebene bezüglich der Probleme bei der Vergabepraxis und der Sicherung der Tariftreue sollen fortgeführt werden. Nold bedauerte, dass die Diskussionskultur auch im Kreis mangelhaft sei. Dies zeige sich am Beispiel der im Bau befindlichen Autobahn A 49. "Unterschiedliche Meinungen müssen sachlich miteinander besprochen werden und dürfen nicht sofort zu persönlicher Diffamierung führen", so der Vorsitzende. Zur Intensivierung der Mitgliederbetreuung und zur Verbesserung des Zusammenhaltes sollen gewerkschaftspolitische Stammtische an verschiedenen Orten des Vogelsbergkreises angeboten werden. Fachreferent Steffen Spengler erläuterte die Struktur und den Auftrag der von den Tarifpartnern getragenen Einrichtung. Seit 70 Jahren bestehe eine branchenspezifische Lösung unabhängig vom jeweiligen Arbeitgeber auf der Basis eines allgemein verbindlichen Tarifvertrages. Bei der SOKA-BAU werde ein persönliches digitales Urlaubskonto für Mitglieder geführt. Spengler berichtete von der Situation der Rentenbeihilfe - der Betriebsrente am Bau, die nach dem Tarifvertrag West bis 1965 nach dem Solidaritätsprinzip gestaltet war. Nach 1966 wurde sie auf ein kapital-gestütztes persönliches Konto umgestellt. Er wies darauf hin, dass alle, die bis 31. Dezember 2015 in Rente gegangen sind, noch Anspruch auf Sterbegeld haben. Wichtig sei, dass dieses im Todesfall vom Ehepartner beantragt wird. Abschließend machte er deutlich, dass Rentenansprüche bei der SOKA-BAU nicht verfallen, auch wenn der Antrag nicht frist- gerecht gestellt wurde.

Gewerkschaftssekretär Maximo Laurenzo berichtete über die Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit, die geprägt ist von den Tarifauseinandersetzungen im Gebäudereiniger-handwerk, der Baustoffindustrie und dem Mindestlohn für den Westen nach der Schlichtung. In Vorbereitung seien die Personalratswahlen im Forst und die gewerkschafts-internen Organwahlen.

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