Der junge Rehbock hat sich mit seinem Geweih in einem Zaun verheddert. FOTO: ROLAND ZIEGLER
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Der junge Rehbock hat sich mit seinem Geweih in einem Zaun verheddert. FOTO: ROLAND ZIEGLER

Rehbock in Not

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Mücke-Ober-Ohmen(pm). Hobbyfotografen haben ein gutes Auge für Besonderheiten in der Natur. Wie sonst lassen sich die schönen Motive erklären, die immer wieder an die Redaktion geschickt werden. Aber dieser Tage hatte AAZ-Leser Roland Ziegler nicht nur Glück, so etwas Besonderes zu sehen, er wurde auch zum Retter in der Not.

Wie er schreibt, sah er vor ein paar Tagen beim Spaziergang in der Näher des Gänsberges in Ober-Ohmen einen kleine Rehbock am Heckenrand. Das war für den Hobbyfotografen zunächst einmal sehr erfreulich. Aber als Ziegler das Tier mit der Kamera etwas näher heranzoomte, sah er, in welcher misslichen Lage sich der junge Rehbock befand. Er hatte sich in den Schnüren des Weidezauns verfangen und so verheddert, dass er anscheinend nicht mehr loskam. "Ich fühlte mich selbst in diesen Moment etwas überfordert", berichtet Ziegler, denn je näher ich rankam, desto mehr zerrte der Reh-bock verständlicherweise, am Zaun. Dann kam mir die Idee, die vorderen Zaunpfähle rauszuziehen, in der Hoffnung, dass bei längeren Schnüren er sich wieder selbst befreien könnte. So kam es dann auch glücklicherweise. Nach wildem Gezerre war er wieder frei."

Und der Retter in der Not resümiert: "Ich muss gestehen, nach dieser Aktion war ich sicherlich ebenso erleichtert wie der Rehbock selbst. Anschließend steckte ich die Zaunpfähle wieder rein und atmete erst mal kräftig durch."

Bock wollte fegen

Normaler Weise schaben sich die Böcke die Basthaut, die das Geweih überzieht, ab. Der junge Rehbock hatte sich leider den falschen Platz zum "Fegen" (so nennt man das abschaben) ausgesucht. Die kleinen rötlichen Stellen am Kopf stammen auch vom Fegen.

Und Ziegler schreibt noch: "Ein Bild des Böckchens habe ich beigefügt. Ist zwar nicht das beste Bild, aber weitere Bilder hab ich nicht gemacht, es gab Wichtigeres."

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