Reaktivieren der Ohmtalbahn prüfen

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Vogelsbergkreis(pm). Kann die ehemalige Bahnverbindung zwischen Kirchhain und Burg-Nieder-Gemünden reaktiviert werden? Das soll eine Studie klären, an deren Kosten sich der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) beteiligt.

Der Nahverkehrsplan im Verbandsgebiet des ZOV dem die Landkreise Gießen, Wetterau und Vogelsbergkreis angehören, wird derzeitig überarbeitet und fortgeschrieben. Verkehrsinfrastrukturen und Mobilitätsangebote sind nach Auffassung der CDU-Fraktion im ZOV zwei zentrale Elemente der zukunftsfähigen Entwicklung ländlicher Räume, wie Vorsitzender Ulrich Künz mitteilt. Die Gewährleistung eines allgemeinen Zugangs zu Mobilitätsangeboten als Bestandteil der Daseinsvorsorge werde durch die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs realisiert, meint Künz.

Positiv bewerteten die CDU-Abgeordneten des Vogelsbergkreises die Entscheidung des ZOV-Vorstandes, bereits vor der Verabschiedung des Nahverkehrsplans die finanzielle Beteiligung an einer Untersuchung zur Verbesserung der ÖPNV-Verbindungen zwischen den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg einschließlich einer Vorstudie zur möglichen Reaktivierung der Ohmtalbahn sicherzustellen.

Die CDU-Fraktion, so Künz, begrüße die Initiativen von Landrat Manfred Görig (SPD), den beiden Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Mischak (CDU), Vogelsbergkreis, und Marian Zachow (CDU) Landkreis Marburg-Biedenkopf, sowie den Bürgermeistern der Anliegerkommunen aus Homberg, Gemünden, Kirchhain, Amöneburg und Stadtallendorf, Optimierungsmöglichkeiten der ÖPNV-Verbindungen zwischen dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf zu ermitteln.

Im besonderen Fokus steht dabei eine Untersuchung zur Machbarkeit einer Reaktivierung der Ohmtalbahn. Auch eine Schnellbusverbindung von Alsfeld über Kirtorf, Kirchhain nach Marburg wäre sinnvoll, meint der ehemalige Kirtorfer Bürgermeister. Die Ohmtalbahn (Strecke zwischen Kirchhain und Burg-Nieder-Gemünden ist bis auf ein etwa zwölf Kilometer langes Teilstück zwischen Kirchhain und Nieder-Ofleiden, auf dem heute noch Güterverkehr stattfindet, stillgelegt.

Die Studie, so die CDU-Fraktion, soll die Frage beantworten ob, und wenn ja wie, die Bahnstrecke reaktiviert werden kann. Der ZOV beteiligt sich mit 50 Prozent, das sind 21 000 Euro, an den Gesamtkosten.

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