Räumung im Wald

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Vogelsbergkreis(pm). Der Polizeieinsatz anlässlich der Baumfällarbeiten im Herrenwald wurde am Montagmorgen wie geplant fortgeführt. Neben vereinzelten Blockaden mussten mehrere angekettete Ausbaugegner von einem Anhänger befreit sowie Personen von besetzten Bäumen geholt werden.

Hessische Polizeikräfte, die durch Einheiten aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und der Bundespolizei Unterstützung erhielten, begannen in den Morgenstunden mit der Räumung des Waldgeländes nahe Stadtallendorf. In diesem Zusammenhang stießen die Polizeikräfte auf vereinzelte Barrikaden. Unter anderem hatten sich zwei Männer auf einem Zufahrtsweg an einem umgekippten Viehanhänger angekettet. Sie mussten durch speziell geschulte Beamte befreit werden. Insgesamt hielten sich bei der Räumung des Sicherheitsbereichs noch 22 Personen in einem dortigen Camp und auf mehreren Bäumen auf. Diese wurden aus dem Wald geleitet und erhielten einen Platzverweis.

Im Zusammenhang mit der Räumung eines Camps am Nachmittag durchbrachen 23 Personen eine Polizeiabsperrung. Acht der Ausbaugegner kletterten in der Folge auf einen Hochsitz und besetzten diesen. Einsatzkräfte nahmen schließlich elf Personen vorläufig fest und leiteten Verfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Landfriedensbruchs ein.

Zwei Sprayer festgenommen

Ein Wespenstich zog am Mittag den Einsatz eines Rettungshubschraubers nach sich. Das Insekt hatte einen Einsatzbeamten im Mund gestochen. Der Beamte wurde ärztlich versorgt. Für die Rodungsarbeiten blieb die Niederkleiner Straße den ganzen Tag gesperrt. Ohne Störungen verlief eine Mahnwache im Bereich des Bahnhofvorplatzes in Stadtallendorf.

Bereits am Sonntagabend hatten Polizisten nach einem Zeugenhinweis zwei Sprayer in Stadtallendorf festgenommen, die Parolen mit Bezug zu den Protesten gegen die Baumfällarbeiten gesprüht hatten. Gegen sie leiteten die Ermittler ein Verfahren ein.

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