Raddemonstrationen zum "Danni"

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Homberg(pm). Am Samstag, dem 31. Oktober, wird es zwei Fahrraddemonstrationen gegen die Rodung im Dannenröder Forst geben. Nach Angaben der Organisatoren wird in den Zeiten von Klimawandel, Artensterben und Bodenverlust durch Flächenversiegelung verkehrspolitisch nichts dringender benötigt als eine weitreichende Verkehrswende, die den Radverkehr und den Schienenverkehr gegenüber dem Autoverkehr privilegiert. Seither gebe es zwar bundesweit 12 993 Kilometer Bundesautobahnen und 38 303 Kilometer Bundesstraßen, aber für den Radverkehr bundesweit gerade einmal weniger als 25 Kilometer Radschnellwege.

Für Ausbau des Radwegenetzes

Ein Radkorso startet am Samstag um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Gießen und fährt - soweit es eine Genehmigung des RP Gießen geben sollte - ein Stück über die A 485, dann über die B 3 nach Marburg (13 Uhr) und von dort weiter über die B 62 nach Dannenrod. Der andere Korso startet voraussichtlich um 9 Uhr am Kasseler Hauptbahnhof und fährt über einen Teil der bereits fertig gebauten A 49 nach Dannenrod. Ankunft am Sportplatz Dannenrod mit einer Abschlusskundgebung ist von Gießen aus planmäßig um 15.30 Uhr, die Strecke beträgt 59 Kilometer. Von Kassel aus ist die Ankunft voraussichtlich gegen 19 Uhr, die Strecke beträgt in diesem Fall rund 95 Kilometer.

Ganz oben auf dem Forderungskatalog der Demonstranten steht der Erhalt des Dannenröder Waldes, und man wirbt für eine Verkehrswende in der Region. Ideen sind dabei unter anderem die B3 als Radschnellweg zwischen autofreien Innenstädten von Marburg und Gießen, welche ein dichtes Netz von Fahrradstraßen besitzen. Ergänzen sollte man das durch Reaktivierung stillgelegter Gleise und den Bau der Regiotram in Mittelhessen, für die Städte Gießen, Wetzlar und Marburg.

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