Klärwärter Gerhard Rausch, Bürgermeister Edwin Schneider und Bauamtsleiter Lutz Hammerstädt (v. l.) an den beiden Sedimentations- und Umwälzbecken der Kläranlage in Ulrichstein. FOTO: AU
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Klärwärter Gerhard Rausch, Bürgermeister Edwin Schneider und Bauamtsleiter Lutz Hammerstädt (v. l.) an den beiden Sedimentations- und Umwälzbecken der Kläranlage in Ulrichstein. FOTO: AU

Prima Werte beim Abwasser

  • vonDieter Graulich
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Ulrichstein(au). In den vergangenen Jahren hat die Stadt weiter in ihre Kläranlagen investiert. So musste beispielsweise die Anlage in Ulrichstein an die modernen Erfordernisse angepasst werden. In diesem Jahr gehen die Arbeiten weiter.

Schon seit Jahren waren die Reinigungswerte der Kläranlagen Ulrichstein und Ober-Seibertenrod nicht mehr gut genug und das gereinigte Abwasser, das wieder in die Ohm geleitet wird, nicht sauber genug. Der Stadt wurde deshalb per Bescheid auferlegt, die Reinigungsleistungen beider Kläranlagen durch bauliche Maßnahmen und Veränderungen zu verbessern. Die sanierte Kläranlage Ober-Seibertenrod wurde bereits im September des Vorjahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Schwerpunkt wurden dort sogenannte Scheibentauchkörper eingesetzt. Der geplante Kostenrahmen mit rund 360 000 Euro wurde eingehalten, berichtet Bürgermeister Edwin Schneider. An der Kläranlage in Ulrichstein wurden die Arbeiten im Mai des vergangenen Jahres abgeschlossen. Restarbeiten im Außenbereich erfolgten in diesem Frühjahr. Auch hier sei der geplante Kostenrahmen von rund zwei Millionen Euro eingehalten worden, so der Bürgermeister.

Neues Verfahren zur Wasserklärung

Beide Anlagen wurden auf der Kostenseite mit rund 45 Prozent bezuschusst. Die biologische Abwasserreinigung in Ulrichstein erfolgt nun nach dem sogenannten Biocos-Verfahren. Dabei wurde das bekannte Belebtschlammverfahren weiterentwickelt. Beim Verfahren folgen auf das Belebungsbecken zwei Sedimentations- und Umwälzbecken. In diesen Becken laufen die verschiedenen Prozesse zur Klärung des Abwassers ab. Die Anlage in ist für insgesamt 1400 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Bei einer Besichtigung der Kläranlage Ulrichstein mit Bauamtsleiter Lutz Hammerstädt betonte Bürgermeister Edwin Schneider: "Mit der Ertüchtigung der beiden Kläranlagen haben wir einen wesentlichen Beitrag zur Umweltentlastung und zur Verbesserung der Wasserqualität in der Ohm geleistet". Die Einleiterwerte in Ulrichstein liegen nun weit unter den geforderten Mindestwerten, war von Klärwärter Gerhard Rausch zu hören. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Kläranlagen liegen bei rund 2,4 Millionen Euro, da in Rebgeshain für 150 000 Euro eine neue Rechenanlage eingebaut werden musste.

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