Nach Fund im Graben

Reptilienbesitzer stellt sich der Polizei

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Der Besitzer des Mitte Februar in einem Straßengrabe bei Schlitz gefundenen toten Krokodils hat sich bei der Polizei gemeldet. Demnach habe er das Tier nach dessen Tod dort abgelegt.

Der Besitzer des Mitte Februar in einem Straßengrabe bei Schlitz gefundenen toten Krokodils hat sich am Freitag der Polizei gestellt. Er war mit einem öffentlichen Zeugenaufruf gesucht worden. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei, Veterinäramt und Hessischem Landeslabor handelt es sich bei dem am 15. Februar von einem 10-jährigen Jungen gefundenen Tier um einen Brillenkaiman. Die Todesursache konnte in den Untersuchungen im Hessischen Landeslabor in Gießen nicht festgestellt werden. Der Besitzer, ein 39-Jähriger aus dem Vogelsbergkreis, gab an, das Tier nach dessen Tod in dem Graben in Schlitz abgelegt zu haben. Er hatte es demnach vor vier Jahren in einer Zoohandlung gekauft, ehe es kurz vor dem Ablegen im Graben in seinem Terrarium eingegangen sei. Gegen den Tierhalter erstattete die Polizei laut eigenen Angaben Anzeige wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft in Gießen ermittelt. Laut Recherchen dieser Zeitung lebt der Brillenkaiman normalerweise in den tropischen und subtropischen Gewässern Südamerikas, vor allem denen die langsam fließen, schlammigen Untergrund haben und eine starke Vegetation aufweisen. Er wird meist zwei Meter lang, wiegt rund 60 Kilogramm und kann bis zu 100 Jahre alt werden.

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