"Ein absoluter Einzelfall"

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Über die erhobenen Anschuldigungen war man "erstaunt und besorgt". So äußert sich die Hessen Energie zu Vorwürfen, dass ein Gutachter, der für Windkraftfirmen tätig war, Vögel vertreiben wollte. Sie betreibt das Windparkprojekt bei Brauerschwend. Die Hessen Energie hatte das Gutachterbüro im Rahmen des Genehmigungsverfahrens mit den naturschutzfachlichen Kartierungen beauftragt. In deren Verlauf soll es zu der Vogelvertreibung gekommen sein, über die eine Zeitung berichtet hatte. Mitarbeiter des Büros sollten Horste erfassen und nachschauen, ob die Nester von Vögeln besetzt sind.

Über die erhobenen Anschuldigungen war man "erstaunt und besorgt". So äußert sich die Hessen Energie zu Vorwürfen, dass ein Gutachter, der für Windkraftfirmen tätig war, Vögel vertreiben wollte. Sie betreibt das Windparkprojekt bei Brauerschwend. Die Hessen Energie hatte das Gutachterbüro im Rahmen des Genehmigungsverfahrens mit den naturschutzfachlichen Kartierungen beauftragt. In deren Verlauf soll es zu der Vogelvertreibung gekommen sein, über die eine Zeitung berichtet hatte. Mitarbeiter des Büros sollten Horste erfassen und nachschauen, ob die Nester von Vögeln besetzt sind.

Das Umweltplanungsbüro Ecoda (Dortmund und Marburg) sei bundesweit seit vielen Jahren in Genehmigungsverfahren tätig, heißt es. Die Hessen Energie arbeite schon lange mit dem Büro zusammen. Unregelmäßigkeiten seien bisher nicht bekannt geworden. Der Angestellte, der den Auftrag im Feld bei Brauerschwend ausführte, sei "ein langjähriger und verdienter Mitarbeiter, der sehr erfahren in der Erfassung von Vögeln ist". Gerd Morber, Bereichsleiter bei der Hessen Energie, sagte auf Anfrage, "dass sich der Mann nicht bei der Polizei gestellt hat, wie unterstellt wurde. Er hat sich freiwillig gemeldet, um zur Aufklärung beizutragen."

Die Firma Ecoda hat erklärt, dass sie alle Mitarbeiter anweist, bei Felduntersuchungen mit größtmöglicher Um- und Vorsicht gegenüber den Tieren vorzugehen und Handlungen zu unterlassen, "wie sie hier unterstellt werden". Die AAZ erreichte folgende Stellungnahme der Firma: "Keiner unserer Mitarbeiter unternimmt im Rahmen der Feldarbeit Handlungen, um Vögel bewusst zu stören oder gar zu vergrämen. Das Verhalten unseres Mitarbeiters in dem Fall ist sicher nicht zu vertreten und wir distanzieren uns von dieser Handlung ausdrücklich. Es handelt sich um einen absoluten Einzelfall. Unsere Mitarbeiter legen die erforderliche Vorsicht und Sorgfalt an den Tag und gehen sach- und fachgerecht vor. Es ist in diesem Fall zu keiner Störung gekommen, weil der Horst unbesetzt war. Es war nicht das Ziel der Handlung, Vögel zu vergrämen", so der Biologe Johannes Fritz. Ansonsten verweist das Büro auf das laufende Verfahren, das weitere Aussagen nicht zulasse.

Kritiker sehen sich bestärkt

Die Hessen Energie hat sich zur Klärung an das Regierungspräsidium gewandt. Dem RP würden bis auf einen Zeitungartikel keine Dokumente vorliegen. Zudem ermittelt die Polizei. Gerd Morber, angesprochen auf den Imageschaden für die Windkraftanlagenbauer: "Es ist sehr unangenehm, dass die Sache so hochgekocht wird." Natürlich sei das "eine tolle Story für Windkraftgegner". Der Baum, an den der Gutachter mit einem Stock geschlagen haben soll, sei nicht bedeutsam, weil zu weit vom Planungsgebiet entfernt. Das Gutachterbüro sei intensiv beschäftigt, Licht ins Dunkel zu bringen. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte Morber.

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