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Verdiente Mitglieder wurden in der Versammlung der Feuerwehr Ruhlkirchen geehrt. (bl)

Sorge um Einsatzkraft bei Feuerwehr

Antrifttal-Ruhlkirchen (bl). Freude über drei neue Aktive, aber Sorge um den Rückgang in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Ruhlkirchen prägte die jüngste Hauptversammlung.

Wie Vorsitzender Heinrich Kirchner im Jahresbericht weiter sagte, gehe die Anzahl der Aktiven zurück, weil manche wegziehen oder die Altersgrenze erreichen. Es sei schwierig, auch bedingt durch Schichtarbeit und die zum Teil entfernt liegenden Arbeitsstellen, im Einsatzfall genügend Einsatzkräfte vor Ort zu haben.

Es müssen sich intensiv Gedanken gemacht werden, wie die Wehr personell aufgestockt werden kann. Dieses Jahr würden drei Jugendliche von der Jugendfeuerwehr übernommen, das seien aber die letzten für mehrere Jahre. Die Jugendfeuerwehr sei das "große Sorgenkind", zumal derzeit kein Jugendfeuerwehrwart zur Verfügung steht.

Im kommenden Jahr werde der gesamte Vorstand neu gewählt. Dabei stehe allerdings ein Großteil der Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Verfügung. Es werden jüngere Mitstreiter hierfür gesucht.

Kirchner berichtete nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Hauptversammlung durch Schriftführer Edgar Bonnard. Der Mitgliederbestand mit Jugend und Altersabteilung beläuft sich auf 160. Zum Mittwochstreff kamen im Durchschnitt zehn Mitglieder. Das Dreikönigstreffen sei ein Dankeschön für die Aktiven gewesen, es war ein gelungener Abend in schöner Runde. Der Winterausflug in die Rhön hatte eine gute Beteiligung, dieses Jahr fahre man am 31. Januar. Das Maifeuer war gut besucht, weniger kamen zum Grillabend. Die befreundeten Feuerwehren Röllshausen, Seibelsdorf und Neustadt wurden bei Veranstaltungen besucht. Aus Vereinsmitteln wurden im Vorjahr die aktive Wehr unterstützt. Im Juni findet die Fahrt zur Interschutz nach Hannover statt, so Kirchner weiter.

Als kommissarischer Wehrführer war Erik Bonnard seit September 2014 bis zur Hauptversammlung im Amt. Er teilte mit, dass die Einsatzabteilung über 27 Feuerwehrleute verfügt, sieben Mitglieder gehören der Jugendfeuerwehr an. Es wurden 24 Einsätze bewältigt. Der größte Anteil entfiel auf Technische Hilfeleistung, dazu zwei Brandeinsätze. Im Einzelnen gab es zwei Einsätze nach Hochwasser, zwei wegen Baum auf Straße, sechs wegen auslaufender Betriebsstoffe, drei Verkehrssicherungen und drei gegen Insekten.

Hinzu kamen 26 Termine für Übungen und Aktionen. Hierzu zählten Arbeitseinsätze, Versammlungen, Weiterbildung sowie die Übergabe des Einsatzleitwagens (ELW) durch Bürgermeister Krist. Auch die Hydrantenwartung gehört zu den Aufgaben und entlastete die Gemeinde. Zu Übungen kamen durchschnittlich 14 Einsatzkräfte.

Dank an Manfred Freidhof

Erik Bonnard war bis September 2014 als Jugendfeuerwehrwart tätig, seither ist der Posten nicht mehr besetzt. Er berichtete, dass die sieben Jugendlichen keine Übungen absolvierten. Es wurden Weihnachtsbäume eingesammelt. Bonnard hofft, dass nun mehr Jugendliche für die Jugendfeuerwehr interessieren. Aus der Ehren- und Altersabteilung berichtete Konstantin Selzer von regelmäßigen Treffen. Man beteiligte sich an einem Tagesausflug und am Sommerfest in Ulrichstein. Zum Grillabend kamen alle Mitglieder mit Partnerinnen.

Einen positiven finanziellen Jahresbericht legte Udo Pfeffer vor. Die Kassenprüfer Alexander Schmitt und Arno Stork bescheinigten einwandfreie Kassenführung. Als Kassenprüfer wurden Marco Bera und Benedikt Fromandi (Ersatz: Arno Stork) gewählt.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Peter Freund, Gottfried Kaffarnik, Frank Schuch, Gerd Schuch sowie Peter Viereck; für 40 Jahre: Clemens Ballast, Ulrich Konle, Peter Kraus, Clemens Martin, Gerhard Martin, Ulrich Schuch, Peter Wilhelm Schütz, Harald Fink; für über 60 Jahre: Konstantin Selzer, Heinrich Borgerding, Karl Kreuter. In die Ehren- und Altersabteilung wurden Erhard Decher, Franz Josef Kreuter, Josef Audesy übernommen. Franz Josef Kreuter wurde wegen besonderer Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Die drei fleißigsten Mittwochtreffteilnehmer waren Heinrich Kirchner (46), Michael Reimer (44) und Gerhard Grüner (43).

Kirchner überreichte Urkunde und Präsent an Manfred Freidhof, der zum 31. August 2014 aus Altersgründen als Wehrführer ausgeschieden ist. Kirchner dankte ihm für über zwölfjährige Tätigkeit. Maximilian Botthof, Patrick Botthof und Friedrich Diewald wurden von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen.

Gemeindebrandinspektor Franz Josef Kreuter sagte, einige Aktive könnten bald ihr Bett bei der Feuerwehr aufbauen, so viele Termine waren abzudecken. Viel Arbeit verursache der Digitalfunk, der in Eigenleistung in die Fahrzeuge eingebaut werde um der Gemeinde erhebliche Kosten zu sparen. Das ELW sei das Highlight. In sechs Sitzungen habe man den Bedarfs- und Entwicklungsplan aufgestellt.

Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Partner im Rettungswesen, sagte Bürgermeister Dietmar Krist. Er freue sich über den Einsatzleitwagen, der auf den neuesten technischen Stand gebracht werde. Beeindruckend sei das Engagement der Ehren- und Altersabteilung.

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