"Persönliche Abrechnung auf unterstem Niveau"

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Vogelsbergkreis(pm). Als "persönliche Abrechnung auf unterstem Niveau" bezeichnet Landrat Manfred Görig die Äußerungen des SPD-Kreistagsabgeordneten Jörg Gaudl in einer Veröffentlichung in der Alsfelder Allgemeinen vom 1. September zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr. Die Vorwürfe, die Gaudl darin erhoben hat, weist der Landrat entschieden zurück und erklärt: "Jörg Gaudl soll persön-liche Konsequenzen ziehen, wenn er sich von mir als Landrat nicht mehr vertreten fühlt."

Landrat Manfred Görig wirft seinem Parteikollegen Gaudl in seiner Replik Unkenntnis vor. "Sonst wüsste er, dass wir das dichteste Angebot aller Zeiten haben - unter anderem mit einem Stundentakt auch am Wochenende und erweiterten Betriebszeiten bis nach Mitternacht", führt Görig weiter aus. Bewährt hätten sich die stündlichen Durchbindungen von Gießen nach Fulda.

Der RMV habe nach der Aufstockung der Finanzmittel insbesondere in den Spätstunden und am Wochenende in den letzten fünf Jahren nochmals deutlich aufgestockt. "Dieses erreichte Niveau gilt es, bei allen Verbesserungsüberlegungen, erst einmal dauerhaft zu sichern", betont Landrat Görig in seiner Stellungnahme und verweist gleichzeitig auf die Untersuchung einer "Durchbindung eines RE-Zuges von Alsfeld über Gießen nach Frankfurt (Main) Hbf". Prämisse dabei sei gewesen, dass auf der Vogelsbergbahn kein Zug gestrichen und die Funktion des bestehenden Fahrplans im heimischen Schul- und Berufsverkehr nicht beeinträchtigt werden sollte.

Zur Fahrt nach Frankfurt sei heute ein Umstieg in Gießen erforderlich. Im Vorfeld der vereinbarten Machbarkeits-studie sei eine vom RMV bei einem Fachbüro veranlasste Ausplanung einer zusätzlichen durchgehenden "RE 44-Verbindung" in der Hauptverkehrszeit - also zwischen Alsfeld und Frankfurt (morgens) sowie Frankfurt und Alsfeld (abends) - auf Grundlage des heutigen Angebots vorgenommen worden.

"Es stellte sich heraus, dass auch unter Berücksichtigung des viergleisigen Ausbaus zwischen Frankfurt/West und Friedberg zu beiden Tageszeiten Fahrplankonflikte mit anderen RB-Linien bestehen", informiert der Landrat weiter über das Ergebnis einer Untersuchung durch ein Fachbüro. Es existierten demnach keine sinnvollen Trassen für den gewünschten RE 44 - eine Fahrt käme theoretisch nur durch massive "Verlangsamungen", also Standzeiten unterwegs, zustande."Die Empfehlung lautet daher, sich bei den weiteren Überlegungen zur Vogelsbergbahn auf gute Anschlussverbindungen in Gießen an die schnellen Expresszüge nach Frankfurt zu fokussieren", betont der Landrat zusammenfassend.

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