Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak überreicht den Förderbescheid an den Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule (v. l.). Auf der Erlenwiese in Alsfeld entsteht eine 360 Quadratmeter große Skateparkanlage. FOTO: PM
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Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak überreicht den Förderbescheid an den Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule (v. l.). Auf der Erlenwiese in Alsfeld entsteht eine 360 Quadratmeter große Skateparkanlage. FOTO: PM

Paradies nicht nur für Skater

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Junge Leute können in Alsfeld bald ganz große Sprünge machen. Dort soll ein großer Skatepark entstehen. Dort dürfen sich aber nicht nur Brett-Artisten austoben, sondern auch BMX- oder Mountainbike-Fahrer. Das Projekt wird großzügig von der EU gefördert.

Street-Obstacles, Bowls und durch fast vollständig geschlossene Ränder ganz viel Flow: So lässt sich das beschreiben, was die Stadt Alsfeld auf gut 360 Quadratmetern in der Erlenwiese verwirklichen wird. Ein sogenannter Street- und Flowpark soll entstehen, der gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, der Stadt sowie der kommunalen Jugendarbeit des evangelischen Dekanats Alsfeld entwickelt wurde.

Dort können dann Skateboarder, Inlineskate-, BMX-, Dirt- oder Mountainbike-Fahrer ebenso unterwegs sein wie Sportbegeisterte auf ihren Tretrollern. Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak (CDU) übergab nun den Leader-Förderbescheid in Höhe von mehr als 160 000 Euro, der das in der Region beispiellose Skatepark-Projekt unterstützt. "Diese besondere Sportanlage fügt sich nahtlos in das Regionale Entwicklungskonzept ein und die Förderung kommt dort an, wo sie gebraucht wird", sagte Mischak zu Bürgermeister Stephan Paule. Die alte Halfpipe war nach einigen Ortswechseln und etwa zwei Jahrzehnten Nutzung nicht mehr reparabel und zeitgemäß.

So entstand vor einigen Jahren im Rahmen der sogenannten Jugend-Zukunftskonferenz in Alsfeld die Idee, eine Skateparkanlage zu verwirklichen. Von Anfang an waren die in die Planung involviert, denen die Anlage später zugutekommen soll: Kinder und Jugendliche aus Alsfeld und aus der Umgebung. Sie arbeiteten bei Planungsworkshops mit, brachten ihre Wünsche und Ideen ein. Skizzen und Pläne wurden erarbeitet und mit den Fachplanern der Sportanlage abgestimmt. Nun wird die Anlage verwirklicht.

Teil des erweiterten Naherholungskonzeptes in der Erlenwiese soll dann voraussichtlich ab Sommer 2021 ein komplettes "Skatepark-Paket" sein. Dieses beinhaltet eine LED-Beleuchtung der Anlage, Parkbänke, Fahrradabstellanlagen sowie Lagermöglichkeiten für Kehrbesen und Werkzeug. Denn die Jugendlichen sollen bei der Pflege der Anlage mitarbeiten, wie Michael Ochs vom Bauamt der Stadt betont.

Mit dem Erlenpark habe man einen idealen Standort für den Skatepark gefunden, da sich dieser in das schon bestehende Freizeitangebot an dieser Stelle gut einfüge, versichert Bürgermeister Stephan Paule.

Noch bis etwa Oktober 2020 soll die Planungsphase laufen. Danach werden die Aufträge ausgeschrieben und voraussichtlich ab März 2021 soll die bauliche Umsetzung für das 285 000-Euro-Projekt beginnen. Nach der voraussichtlichen Fertigstellung im Sommer 2021 können auch Veranstaltungen und Angebote in Abstimmung mit dem Jugendzentrum im Naherholungsgebiet Erlenpark stattfinden.

"Etwas weniger als zwei Drittel der Gesamtinvestitionssumme können mit der Lea-derförderung aufgebracht werden - eine gute Quote, für die sich das Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum des Vogelsbergkreises eingesetzt hat", sagt Erster Kreisbeigeordneter Mischak. "Dieser Skatepark ist ein Alleinstellungsmerkmal und ein Mehrwert für die ganze Region und kommt jungen Menschen und Familien als zusätzliche Freizeitmöglichkeit zugute."

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