Ohmtalbahn: Vorstudie zur Reaktivierung

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Marburg(pm). An vielen Stellen in Hessen gibt es derzeit Bestrebungen, stillgelegte Bahnstrecken und funktionslose Trassen wieder zum Leben zu erwecken. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf werden gleich zwei Streckenreaktivierungen diskutiert: Die Salzböde-Bahn im Westen des Landkreises und die Ohmtalbahn im Osten. In einem Auftakttermin in Kirchhain unterzeichneten Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow und Stefan Klöppel, Leiter Verkehr des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) mit Michael Roggenkamp vom Planungsbüro ederlog den Dienstleistungsauftrag für eine Vorstudie zur Reaktivierung der Ohmtalbahn.

Gut 40 Jahre nach Einstellung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Nebenbahn Kirchhain - Homberg/Ohm - Burg- und Nieder Gemünden am 31. Mai 1980 widmen sich die Projektpartner nun der Betrachtung möglicher Potenziale zur Verbesserung der Verbindung zwischen dem Marburger Land und dem Vogelsberg.

Es werden der aktuelle Zustand der Bahntrasse, die ab Ober-Ofleiden stillgelegt und gleislos ist, sowie die Fahrgast- und Verkehrspotenziale mit Bezug auf eine Reaktivierung der gesamten Strecke untersucht. Außerdem werden die technischen Rahmenbedingungen, baulichen Entwicklungen in den Kommunen sowie die rechtliche Anforderungen geklärt. Die Ergebnisse sollen bis zum Frühjahr 2021 vorliegen.

"Nach Vorlage der Studie werden wir entscheiden können, ob sich auch für die Ohmtalbahn eine eisenbahntechnische Machbarkeitsstudie mit Nutzen-Kosten-Untersuchung lohnen wird", sagt der Erste Kreisbeigeordnete Zachow. Für den ländlichen Raum seien solche mögliche Reaktivierungen wichtig, "auch zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land", so Zachow.

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