Oberwald wird nicht entwertet

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Nun ist es wohl amtlich: Im neuen Energieplan des RP Gießen, veröffentlicht auf dessen Homepage, ist der Oberwald von der Nutzung durch Windindustrieanlagen weitestgehend ausgenommen. Ein kleines Vorranggebiet am Zwirnberg befindet sich noch in nächster Nähe zu wertvollen Quellbiotopen. Der in der Nähe brütende Schwarzstorch nutzt besonders in der Aufzuchtphase der Jungvögel die Waldflächen als wichtige Nahrungsquelle. Die Bürgerinitiative für den Oberwald appelliert deshalb an die Behörden, auch dieses Vorranggebiet zu streichen. Die BI begrüßt, dass der unberührte Oberwald nicht durch die Windindustrie entwertet wird. "Letztlich hat sich doch die Vernunft durchgesetzt. Die Front des Widerstands aus Naturschützern, Grundstückseigentümern, Verbänden und Kommunen hat den Oberwald gerettet", ist man sich in der BI einig. Der Vogelsberg mit Kernbereich Oberwald sei bedeutendes Refugium für Pflanzen und Tiere und aus diesem Grund zum EU-Vogelschutzgebiet erklärt worden.

Nun ist es wohl amtlich: Im neuen Energieplan des RP Gießen, veröffentlicht auf dessen Homepage, ist der Oberwald von der Nutzung durch Windindustrieanlagen weitestgehend ausgenommen. Ein kleines Vorranggebiet am Zwirnberg befindet sich noch in nächster Nähe zu wertvollen Quellbiotopen. Der in der Nähe brütende Schwarzstorch nutzt besonders in der Aufzuchtphase der Jungvögel die Waldflächen als wichtige Nahrungsquelle. Die Bürgerinitiative für den Oberwald appelliert deshalb an die Behörden, auch dieses Vorranggebiet zu streichen. Die BI begrüßt, dass der unberührte Oberwald nicht durch die Windindustrie entwertet wird. "Letztlich hat sich doch die Vernunft durchgesetzt. Die Front des Widerstands aus Naturschützern, Grundstückseigentümern, Verbänden und Kommunen hat den Oberwald gerettet", ist man sich in der BI einig. Der Vogelsberg mit Kernbereich Oberwald sei bedeutendes Refugium für Pflanzen und Tiere und aus diesem Grund zum EU-Vogelschutzgebiet erklärt worden.

Der zunehmende Tourismus im Oberwald zeige auch die Anziehungskraft dieses Gebietes für Erholungssuchende aus dem Rhein-Main-Gebiet. "Es wird viel über das Vogelschutzgebiet gesprochen und mit Schwarzstorch und Schwarzspecht argumentiert. Das ist sicher richtig. Aber auch andere Aspekte, wie das Landschaftsbild und der wertvolle Oberwald an sich sind für Einheimische und Besucher wertvoll", betont die BI. Man werde weiter beobachten und verhindern, dass am Status der "Schutzzone Hoher Vogelsberg" gebohrt und gesägt werde. Alle Bürger müssten wachsam sein und ihren Oberwald gegen alle Gefahren schützen. Die BI fordert: "Entfernt auch die letzte Windindustrieanlage aus dem Oberwald. Es darf keine einzige Anlage in der Schutzzone Hoher Vogelsberg geben. Das Landschaftsbild ist für die Menschen ebenso wichtig wie der barrierefreie Lebensraum für die schützenswerten Vögel".

Gegen Motorradlärm

Der Lärm und der Anblick der störenden Windenergie-Großanlagen wurden durch den entschlossenen Widerstand verhindert. Der Oberwald ist jedoch nicht ungefährdet. Viel mehr Gäste als früher erholen sich heute in der schönen Landschaft des Oberwaldes. Bedenklich stimmt daher der zunehmende Lärm insbesondere an schönen Sommertagen. Jürgen Carnier, Mitglied der Bürgerinitiative seit dem ersten Tag und Gastronom im Oberwald, registriert den zunehmenden Lärmpegel von unvernünftigen Motorrad- oder Quadfahrern: "Viele Gäste beschweren sich über unerträglichen Lärm, der so gar nicht zum ruhigen Oberwald passt. Einige kommen nicht mehr, weil es ihnen auf meiner Terrasse zu laut ist!". "Muss hier ein Dialog begonnen werden?", fragen sich die Oberwaldschützer.

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