Günter Seim berichtet als "Fealler Beobachter" von zwei Fahrzeugbesitzern, deren Karossen noch nicht ganz der neuen Technik des "autonomen Fahrens" mächtig sind. FOTO. HSO
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Günter Seim berichtet als "Fealler Beobachter" von zwei Fahrzeugbesitzern, deren Karossen noch nicht ganz der neuen Technik des "autonomen Fahrens" mächtig sind. FOTO. HSO

Nicht nur die Jungen können feiern

  • vonHerbert Schott
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Feldatal-Groß-Felda(hso). Schon im vergangenen Jahr hatte es sich angedeutet, dass der Seniorenfasching des Knuts Hut Club (KHC) das Zeug zu einer erfolgreichen Veranstaltung hat. Damit hatten die Verantwortlichen des KHC im vergangenen Jahr den vielen Stimmen und Wünschen aus der Bevölkerung Rechnung getragen.

Denn bei der traditionellen "Fealler Hutnoacht" waren besonders dem älteren Publikum zufolge die Biertischgarnituren "zu hart und der Ton zu laut", sodass man den Rednern und Sängern nur schwer folgen konnte. So hatten immer mehr Personen aus den älteren Jahrgängen der Veranstaltungen den Rücken gekehrt. Nun wurden dem Publikum zum Seniorenfasching bequeme Stühle an großen Tischen und eine deutlich reduzierte Beschallung angeboten. Doch wer glaubte, dass es beim "Seniorenfasching" weniger hoch hergehen würde als bei der "Fealler Hutnoacht", der sah sich getäuscht.

Während der ganzen Zeit herrschte eine gute Stimmung und es war zu sehen, dass die Senioren noch feiern können. Pünktlich um 14.11 Uhr begann der närrische Reigen mit dem Einmarsch der beiden Prinzenpaare und deren Gefolge. Bei der Begrüßung hatte das Kinderprinzenpaar Lenni und Emma das Publikum gleich auf seiner Seite. Was folgte, war ein über dreistündiges Programm.

Es gab jede Menge Show- und Gardetänze der verschiedenen Tanzgruppen des KHC. Lustige Reden und Sketche sorgten dafür, dass die gute Stimmung nie abriss. Die Jüngsten im KHC, die "Tanzmäuse", präsentierten sich bei ihrem fetzigen Gardetanz stolz in neuen Kostümen zur Musik von "Bibi und Tina".

Ex-Prinzessin ohne Glanz und Gloria

Stehenden Applaus empfingen auch die "Blauen Sterne". Wie die "Großen" zeigten sie einen gekonnten Gardetanz. Fazit nach diesen Auftritten: Dem KHC braucht es für die Zukunft seiner Garden nicht bange sein.

Zwischen den Tänzen berichtete Exprinzessin Carolin über ihre Gefühlslage nach der Regentschaft und darüber, dass der Alltagswahnsinn sie wieder eingeholt hat. Die Zeit von Glanz und Gloria sei vorbei und ihr Gefolge habe sich von ihr abgewandt. Hoffnung auf bessere Zeiten habe sie bei der Sendung für das "Dolle Dorf" in Ermenrod geschöpft. Das Urgestein der Fastnacht, Günter Seim, durfte an diesem Tag natürlich auch nicht fehlen. Als "Fealler Beobachter" berichtete er von zwei Fahrzeugbesitzern, deren noble Karossen noch nicht ganz der Technik des "autonomen Fahrens" mächtig waren. Sie landeten ohne Fahrer jeweils in einer Hecke oder an einem Gartenzaun. Auch das Ergebnis einer "Bierwanderung" auf dem Balkon sorgte für Gelächter.

Höhepunkt vor einer längeren Kaffeepause war der Auftritt der beiden Funkenmariechen des KHC. Jette Decher begeisterte mit einer auf hohem Niveau getanzten Darbietung. Begleitet wurde sie vom "großen Funkenmariechen" Josie Krusch, die sich gleichzeitig von der großen Bühne verabschiedete.

Nach der Pause sorgten zunächst die Bänkelsänger mit handgemachter Stimmungsmusik und Texten auf "Fealler Platt" gleich wieder für viel Schwung. Höhepunkt war eine Hommage auf das Feldatal mit dem Titel "Hey Feall du Derf im Vuchelsberg, mit Herz und Stil". Als stürmisch geforderte Zugabe hörte das Publikum noch "Ich sei von Feall und stolz auf Feall".

Pommes-Panzer bekommt den Job

Beim Sketch im GEC, dem "German Employment Center" (früher Arbeitsamt), hatte der Arbeitsvermittler alias Timo Wagner mit seiner Kundschaft große Probleme. Es traten Metzger Uwe Stablmeier, Straßenkehrer und Zeitungsausträger "Frederich" und "Simpel Konrad" mit gesundheitlichen Problemen auf den Plan. Alle erwiesen sich als nicht vermittelbar. Dies glückte schließlich beim nächsten Kunden. Als Fealler "Pommes-Panzer mit Witz und Ausstrahlung" bekam er sofort den Job als Prinz beim KHC.

Bei einem Showtanz der Jugendtanzgruppe und beim Auftritt des Männerballetts des KHC kochte die Stimmung noch einmal hoch, bevor sich die Aktiven beim Finale von ihrem Publikum verabschiedeten. Mit dem Kinderfasching am 25. Februar endet die diesjährige Kampagne 2019/2020 in der Feldahalle.

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