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Neues lernen und sich weiterentwickeln

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Von Blutspendedienst bis Hochwassereinsatz: Das Rote Kreuz kennt viele Aufgaben. Doch immer häufiger fehlen Menschen, die in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung mithelfen wollen. Deshalb wirbt der DRK-Kreisverband verstärkt um Aktive. Und verspricht: Bei uns findet jeder seinen Platz.

Der DRK-Freiwilligenkoordinator Andreas Fischer erklärt, wie der Weg zum Ehrenamt führen kann.

Wie kann ich mich engagieren?

Andreas Fischer: Wenn Sie Interesse haben, die Arbeit des Roten Kreuzes als Freiwilliger zu unterstützen, melden Sie sich bei mir unter 0 66 31/91 99 10 oder schreiben mir eine E-Mail an info@drk-alsfeld.de. Hier kann ich dann Fragen beantworten oder an die jeweiligen Ortsvereine und Bereitschaften weitervermitteln.

Wie viel Zeitaufwand bedingt das Engagement?

Fischer: Das zeitliche Ausmaß des Engagements ist abhängig von den Ressourcen, Interessen und dem angestrebten Tätigkeitsfeld. Auch projektbasierte Mitarbeit ist grundsätzlich möglich. Ich finde das passende Einsatzgebiet für Interessierte heraus. Je nach Fachbereich kann eine Grundausbildung etwas Zeit beanspruchen. So dauert die Ausbildung zum Sanitäter rund 40 Stunden, dazukommt die Helfergrundausbildung mit etwa 30 Stunden. Aber keine Angst, diese Stunden kommen nicht gleich auf einmal zusammen, sie sind über das erste Jahr nach und nach verteilt.

Wie finde ich mein Betätigungsfeld?

Fischer: Jede und Jeder kann entsprechend ein passendes Einsatzgebiet als Freiwilliger finden, aufgrund der vielfältigen Angebote mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beim Roten Kreuz. Mann kann sich daran orientieren, was man gerne mach. Fragen Sie auch nach Schnupperdiensten, um das jeweilige Aufgabenfeld kennenzulernen.

Welche Vorkenntnisse muss ich mitbringen?

Fischer: Grundsätzlich findet sich für jeden eine Möglichkeit, sich einzubringen. Natürlich bedarf es in diversen Tätigkeitsfeldern entsprechender Kompetenzen. Um sich diese anzueignen, hilft das Rote Kreuz im Rahmen seines Aus-, und Weiterbildungsangebots.

Was bringt mir das freiwillige Engagement?

Fischer: Sich freiwillig beim Roten Kreuz engagieren macht Sinn. Dabei kann man neue Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen und sich persönlich weiterentwickeln. Als Freiwilliger hat man Zugang zu Fort- und Weiterbildungsangeboten, die einem auch im beruflichen Umfeld zugutekommen. Nicht zuletzt wird man neue Freunde und Bekannte kennen lernen. FOTO; ARCHIV

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Alsfeld hat anlässlich des internationalen Rot-Kreuz-Tages zum bürgerlichen Engagement aufgerufen. "Wir rufen zur sogenannten Zeitspende auf", sagt Ulf Immo Bovensmann, Kreisbereitschaftsleiter des Kreisverbands Alsfeld. Die Zeitspende in Form der freiwilligen Mitarbeit sei immer noch "die wichtigste Spende an das Rote Kreuz". So leisten rund 300 Menschen ihren Beitrag als Freiwillige im Kreisverband Alsfeld.

Zahl der Helfer geht zurück

Freiwilligenarbeit im Roten Kreuz werde gemäß den Rotkreuz-Grundsätzen von Menschen für Menschen geleistet, wobei diese sich aus freiem Willen und unentgeltlich engagieren würden. "Freiwillige im Roten Kreuz sind Menschen, denen es nicht egal ist, wenn andere in Not sind", so Bovensmann, "es sind Frauen, Männer und Jugendliche, die einen Teil ihrer Freizeit der Mitmenschlichkeit widmen - als Sanitäter, im Gesundheits- und Sozialbereich, als Katastrophenschutzes, im Blutspendedienst oder in den Jugendgruppen."

"Rund 300 Freiwillige leisten jährlich viele tausend Einsatzstunden in der Hilfe am Nächsten", sagt der Freiwilligenkoordinator Andreas Fischer ( siehe Interview unten auf dieser Seiten): "Aus freiem Willen und unentgeltlich erfüllen sie ihre Aufgaben rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr."

Die Zahl der Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich zu helfen, gehe aber Jahr für Jahr leider zurück. Deshalb wirbt das Rote Kreuz verstärkt um neue Aktive. In den einzelnen Rotkreuz-Bereitschaften und in den vielen Ortsvereinen gebe es vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die für unterschiedliche Ziel- und Bedürftigengruppen ausgelegt sind. Dazu zählen unter anderem Katastrophenschutz, Betreuung, Suchdienst, Sanitätsdienst und die Organisation von Blutspendeaktionen oder die Jugendarbeit. Der Weltrotkreuztag in dieser Woche erinnert im Übrigen an den Geburtstag von Henry Dunant im Jahr 1828. Der Schweizer Geschäftsmann, Menschenfreund und Empfänger des ersten Friedensnobelpreises erlebte 1859 die Folgen der Schlacht von Solferino und gilt als Begründer der Rotkreuzbewegung.

Hilfsgedanke auf dem Schlachtfeld

"Henry Dunant erlebte auf dem Schlachtfeld von Solferino in Italien mit vielen Tausenden toten und verletzten Soldaten grausame Szenen," sagt Thorsten Ellrich, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Alsfeld. Dieser Erlebnisse hätten sich tief in das Gedächtnis von Dunant gebrannt. Fortan kämpfte er unter anderem für die neutralen Hilfsgesellschaften, welche die Not der Soldaten auf den Schlachtfeldern lindern sollten. Aus dieser Idee ist schließlich das Rote Kreuz entstanden, das heute weltweit und auch in der heimischen Region tätig ist, um anderen Menschen zu helfen.

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