Ein Firmenmitarbeiter setzt den Wetterhahn auf die Kirchturmspitze. Mit dabei sind Beigeordnete Jutta Schütt-Frank (M.) und Pfarrerin Kerstin Kiehl. FOTO: SF
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Ein Firmenmitarbeiter setzt den Wetterhahn auf die Kirchturmspitze. Mit dabei sind Beigeordnete Jutta Schütt-Frank (M.) und Pfarrerin Kerstin Kiehl. FOTO: SF

Neuer Hahn in 32 Meter Höhe

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Groß-Eichen(sf). Das massive Gotteshaus in Groß-Eichen ragt deutlich über die Häuser des Dorfes hinaus, und so sieht man den Kirchturm schon aus der Ferne von allen Seiten. Seit dem Sommer war nun der Kirchturm eingerüstet und verhüllt, denn es waren umfangreiche Renovierungsarbeiten am Turm nötig. "Man hat sich gut an den Zeitplan gehalten", so berichtete Pfarrerin Kerstin Kiehl, die Stufe um Stufe und Leiter um Leiter gemeinsam mit der Beigeordneten der Gemeinde Jutta Schütt-Frank die Kirchturmspitze erklomm.

Nach mehrjähriger Planung und intensiven Vorarbeiten wurde seit April dieses Jahres der Kirchturm von Grund auf saniert. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch das eiserne Turmkreuz restauriert. Anlässlich der Wiederanbringung auf der neuen hölzernen Turmspitze wurde nun auch die neu angefertigte Zeitkapselkugel mit entsprechenden Unterlagen und Gegenständen oben angebracht.

Kreuz restauriert

Diese Arbeiten wurden von der in Hungen ansässigen Kunst- und Bauschlosserei Rahn ausgeführt. Dazu gehörten neben der Restaurierung des Kreuzes und der Neuanfertigung der Kugel auch eine Neuanfertigung des Wetterhahns. Allerdings wird es nicht mehr, wie zunächst geplant, der alte Hahn sein, weil dieser aufgrund seines Alters und Zustandes nicht mehr neu vergoldet werden konnte. Die Firma Rahn fertigte nach der Vorlage des historischen Vorbildes einen goldenen Zwillingsbruder an. Der kann nun fortan wieder die Windrichtung anzeigen. Mit auf der Kirchturmspitze waren Stefanie Muskau und Michael Seehawer vom Architekturbüro Seidel und Muskau sowie ein Mitarbeiter der Bauschlosserei Rahn. Ortsvorsteherin Petra Grün und Kirchenvorstandsvorsitzende Ingrid Pumm nahmen im Abstand an der Veranstaltung teil.

In den nächsten Tagen wird das Gerüst abgebaut, und dann kann auch wieder die Turmuhr schlagen, und die Kirchenglocken können wieder läuten.

Im neuen Jahr folgt ein zweiter Bauabschnitt, der das Kirchendach betrifft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 600 000 Euro. Für den Turmabschnitt gewährt das Landesamt für Denkmalpflege einen Zuschuss von 100 000 Euro, worüber man in der Kirchengemeinde froh ist. Bislang wurden rund 320 000 Euro investiert.

Es war schon ein besonderes Ereignis, den goldenen Wetterhahn hinauf zur Kirchturmspitze zu begleiten. Mit ziemlicher Sicherheit wird dort in den nächsten 100 Jahren niemand mehr einen Fuß hinsetzen. Dann ging es wieder Leiter um Leiter und Stufe um Stufe nach unten, bis man wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

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