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Die neue Bar »Soul« hinter der Alten Post.

Bar- und Nachtleben

Neue Vintage-Bar mit Clubbetrieb hinter der Alten Post

Der Gießener Gastronom Dimitri Skartsanis bietet in seiner neuen Bar »Soul« ausgefallenes Ambiente und Partys am Wochenende an.

Gießen (bei). »Einfach Liebe - ich kann’s gar nicht erklären, das kam einfach so«, sagt Dimitri Skartsanis auf die Frage, wie er zu der eindrucksvollen Einrichtung für seine neue Bar gekommen ist. »Soul« heißt die Location, die der Gastronom ins alte Kesselhaus des Telegrafenamtes hinter der Alten Post gezaubert hat. Länger als ein Jahr habe es gedauert, die stilvolle Ausstattung aus vielen Ecken zusammenzusuchen. Einiges wie Schallplatten und Bücher stammt zudem aus seiner privaten Sammlung und von Freunden.

Von außen pink-violett beleuchtet, laden im kleinen Vorraum der Bar auf Souterrain-Höhe elf warme, unterschiedliche Vintage-Lampen, ein rustikales Sofa und zwei Sessel samt einer Truhe als Beistelltisch ins Ambiente ein. Überhaupt ist keine Lampe, kein Tisch, keine Sitzgelegenheit wie die andere.

Gegenüber der länglichen Massivholz-Theke hängen beleuchtete Zahnräder, die sich drehen. Alles umrahmt von Backsteinwänden, Mosaikfliesen auf dem Boden und den original erhaltenen schweren Fensterläden. Am Ende der Theke sticht umgehend die Beleuchtung der Bar in der unteren Ebene ins Auge. Ein Retro-Motorrad steht in der linken oberen Ecke. Eine Treppe führt in eine einladend-imposante Lounge, die an die 20er Jahre erinnert. Viele entspannte Ecken für kleine und größere Gruppen, auffallende Wandgemälde, Comic-Strips an den Säulen, eine Bücher-Wand. Es wirkt wild, aber nicht wahllos.

Auch die Karte kann sich sehen lassen. »Wir bieten Soul Food, das heißt Essen für die Seele«, sagt Skartsanis, der auch das »Geschmacksverkehr« in der Fußgängerzone betreibt. »Und wie macht man die Seele glücklich?«, fragt er. »Mit deftigem, fettigem Essen.« Vor allem Burger, Pizza und Snacks.

Ausschank aus Feuerwehr-Oldtimer

Drinks gibt es jede Menge von Kaffee über Biere bis Spirituosen sowie alkoholfreie Getränke wie zum Beispiel Apfelsäfte von heimischen Streuobstwiesen oder den »Scharfen Ingo« - ein Ingwer-Zitronensaft; der »Milde Ingo« ist ein Ingwersaft mit Orange und Kurkuma.

Seit einer Woche hat die »Soul«-Bar jeden Tag ab 11 Uhr geöffnet - mit offenem Ende. »Ich will erstmal das ganze Spektrum abdecken und schauen, wo die Frequenzen liegen«, erläutert Skartsanis. Freitags und samstags wird die untere Lounge zur Tanzfläche. »Wenn’s gut läuft, auch donnerstags«, fügt er an. Musikalisch gibt’s House, Hip-Hop, R’n’B und Pop. Ein Internetauftritt sowie Social-Media-Präsenz sollen noch folgen.

Für die warme Jahreszeit hat er sich außerdem gemeinsam mit seinem Verpächter, dem Unternehmer Kai Laumann, ein Highlight einfallen lassen: Die Bewirtung des campusartigen Innenhofs aus einem alten Feuerwehr-Oldtimer.

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