Nahe Anlaufstelle für Nierenkranke

  • vonHedwig Rohde
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Die Räume sind hell und freundlich, durch die bodentiefen Fenster öffnet sich der Blick in die waldreiche Umgebung. 13 moderne Dialyseplätze hat die gemeinnützige Stiftung Patienten-Heimversorgung (PHV) hier geschaffen, dafür die Räume im Gartengeschoss des 2011 eröffneten Neubaus des Kreiskrankenhauses Schotten mit erheblichem Aufwand den besonderen Bedürfnissen einer solchen Einrichtung angepasst, insgesamt 845 000 Euro investiert. Jetzt wird das neue Dialysezentrum offiziell eingeweiht. Zehn bis zwölf Zentimeter lang, vier bis sechs Zentimeter breit und etwa 150 Gramm schwer sind die Nieren.

Die Räume sind hell und freundlich, durch die bodentiefen Fenster öffnet sich der Blick in die waldreiche Umgebung. 13 moderne Dialyseplätze hat die gemeinnützige Stiftung Patienten-Heimversorgung (PHV) hier geschaffen, dafür die Räume im Gartengeschoss des 2011 eröffneten Neubaus des Kreiskrankenhauses Schotten mit erheblichem Aufwand den besonderen Bedürfnissen einer solchen Einrichtung angepasst, insgesamt 845 000 Euro investiert. Jetzt wird das neue Dialysezentrum offiziell eingeweiht. Zehn bis zwölf Zentimeter lang, vier bis sechs Zentimeter breit und etwa 150 Gramm schwer sind die Nieren.

Bis zu 300-mal täglich filtern sie die Gesamtblutmenge des Menschen, reinigen sie von Abbau- und Stoffwechselprodukten (Kreatinin, Harnstoff) ebenso wie von Substanzen, die den Säure- und Basenhaushalt des Körpers regulieren, und haben damit eine direkte Wirkung auf Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt.

Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Nierenentzündungen können die Nieren schädigen. Vier bis sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden nach Angaben der deutschen Nierenstiftung an einer eingeschränkten Nierenfunktion. Bei mehr als 100 000 Menschen kommt es zu einem Nierenversagen; sie sind auf die regelmäßige Blutwäsche angewiesen, solange sie kein Spenderorgan erhalten. Mit dem neuen Dialysezentrum der PHV haben nun auch schwer nierenkranke Menschen im Vogelsberg die Möglichkeit der wohnortnahen Versorgung. Dreimal wöchentlich können sie hier für jeweils mehrere Stunden an die modernen Apparaturen angeschlossen werden. Zurzeit werden Patienten in zwei Schichten jeweils montags, mittwochs und freitags behandelt, eine Ausweitung auf den Sechs-Tage-Betrieb ist geplant. Integriert in das Zentrum wird ab Mai eine ambulante Sprechstunde der Facharztpraxis für Nephrologie, Hypertensiologie und Diabetologie von Dr. Stefan Zinn, Steffen Hengst und Viktor Peters, mit denen die PHV bereits seit Jahren zusammenarbeitet. "Durch das neue Zentrum wird die Patientenversorgung im ländlichen Vogelsbergkreis deutlich verbessert, und die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus garantiert unseren Patienten eine optimale Betreuung", sagt Dr.

Zinn. Auch Markus Appel, Prokurist des regionalen Krankenhausverbundes Gesundheitszentrum Wetterau gGmbH und Standortleiter des Kreiskrankenhauses Schotten, sieht wesentliche Vorteile durch die Kooperation mit der PHV. "Wir können in unserer internistischen und der chirurgischen Abteilung nun auch schwer nierenkranke Patienten therapieren, die parallel eine regelmäßige Dialyse benötigen".

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