Wolf hat Gemarkung verlassen

  • VonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Sellnrod (sf). Die Sellnröder Jagdgenossen trafen sich kürzlich zur Jahreshauptversammlung. Jagdvorsteher Ottmar Traum begrüßte dazu unter anderem den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Dr. Hans Heuser stellvertretend für Bürgermeister Andreas Sommer und die Jagdpächter Kurt Otto und Reinhard Halbig sowie die Jagdgenossen und weitere Gäste.

Investiert wurden 265 Euro für Schotter, so der Vorsitzende. Damit wurden Feldwege saniert, und er dankte Heimfried Müller und Kurt Otto für ihre tatkräftige Unterstützung. Als Einnahmen konnte die Jagdpacht von 1800 Euro verbucht werden. Vom Jagdausschuss hatten Hans Heuser und Peter Frei die Kasse geprüft, und dem Vorstand wurde auf ihre Anregung hin die Entlastung erteilt. Im neuen Geschäftsjahr, so berichtete Rechner Klaus Müller, werden wieder 600 Euro in den Topf gepackt und weitere 400 Euro für die Erstellung eines neuen Jagdkatasters verwandt.

Weniger Wildschweine

Jagdpächter Kurt Otto berichtete, dass die Wildschweine wohl in einer geringeren Population auftreten. Allerdings warnte er vor der näherkommenden Afrikanischen Schweinepest. Die Strecke bezifferte er mit sechs Stücken Schwarzwild, 25-mal Rehwild (davon vier auf der Straße, zwei »ausgemäht« und zwei gerissen), 22 Füchsen, 17 Waschbären und einen Steinmarder.

Des Weiteren fügte er hinzu, dass wohl der Wolf, der sich auch mal in Sellnrod gezeigt hatte, offenbar nicht mehr da ist. Otto beendete seinen Bericht mit mahnenden Worte an die Besucher, denn die Natur sei ins Ungleichgewicht geraten und man müsse hier gegensteuern. Es sei nur ein geringer Wildschaden entstanden, allerdings habe man viele Stunden auf Wiesen und Weiden gemulcht und Saatgut ausgebracht.

Bei den Vorstandswahlen wurde Ottmar Traum wieder an die Spitze gewählt, seine Stellvertreterin bleibt Jutta Schütt-Frank. Gleiches gilt für Rechner Klaus Müller, Schriftführer Wilhelm Wild und den Jagdausschuss mit Dr. Hans Heuser, Harald Müller, Rüdiger Müller, Peter Frei und Roswitha Leckel. Neu im Team ist Marco Mahr. Theresa Andres stand nicht mehr zu Wahl.

Dem wiedergewählten Vorstand dankte Jutta Schütt-Frank, sie freute sich, dass das Jagdleben in Sellnrod seit vielen Jahr in ruhigen Bahnen verläuft. Dafür seien unter anderem Vorsitzender und Jagdpächter verantwortlich, denn der Wildschaden bewege sich immer im Grenzbereich. Pfarrerin Ingrid Volkhardt-Sandori bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Für sie war es die letzte Jagdgenossenschaftsversammlung, denn die offizielle Verabschiedungsfeier findet am 30. Januar 2022 statt.

Wilhelm Wild wies darauf hin, dass am 15. September in Sellnrod ein Arbeitseinsatz stattfindet. Die Gemarkung soll an diesem Tag von Müll befreit werden.

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