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Der 26-jährige Marius Zimmer aus Mücke setzt sich für die Rettung von Menschen und für das Ehrenamt ein. FOTO: HERTIE-STIFTUNG

Er will Mutmacher sein

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Mücke(pm). "Der krasseste Moment in meinem Leben war meine allererste Reanimation", sagt der 26-jährige Marius Zimmer. Er ist einer der Gewinner der sogenannten Generation Grenzenlos, die Social-Media-Jahreskampagne der Hertie-Stiftung. Dabei wurden Videoporträts von unter 30- jährigen Alltagshelden und ihr Engagement erstellt.

Beispielgebend, inspirierend und vorausschauend - das seien die 30 ausgewählten Unter- 30-Jährigen. "Wir haben Jugendliche und junge Erwachsene ausgewählt, die sich nicht nur gegen, sondern auch für etwas einsetzen, und wollen sie dabei unterstützen, ihre Projekte groß zu machen", sagt Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin für den Bereich "Demokratie stärken" bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Marius Zimmer (26) ist Mitglied der Feuerwehr und Notfallsanitäter aus Leidenschaft. Menschen in Notsituationen zu helfen und sich um das Wohlergehen anderer zu kümmern ist für ihn selbstverständlich: "Wenn man diesen Menschen wiederbekommen hat, das flasht einen, das kann man gar nicht beschreiben."

Dank der Geretteten als Lohn

Er lebt und liebt seinen Beruf. Menschen zu retten und das Wohlergehen anderer liegen ihm am Herzen. Sein Engagement geht aber noch weiter: Sein Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen für seinen Berufsstand und das Ehrenamt zu begeistern. Daher arbeitet er neben seinem Hauptberuf daran, das Rettungswesen über die sozialen Medien populär zu machen. Seit 2018 leitet er den "Blaulichtkanal". Der Kanal zeigt den Arbeitsalltag von Marius und seinem Team. So räumt er auch Vorurteile und Unwissenheit gegenüber seinem Beruf auf. Zum anderen hat er Widerstände aus dem eigenen Berufsstand überwunden. Nach dem Abitur und einem FSJ entschied er sich für die Ausbildung beim Rettungsdienst und arbeitet seither hautberuflich als Notfallsanitäter. Darüber hinaus engagiert er sich beim Katastrophenschutz, bei der Lebens-Rettungs-Gesellschaft und als Bereitschaftsleiter beim Roten Kreuz. Eine der intensivsten Momente im Berufsalltag war, als er zum ersten Mal einen Menschen reanimiert hat. Gutes zu tun, Menschenleben zu retten und sich dafür zu engagieren, dass die helfenden Berufe populär werden, sind für ihn wesentliche Bestandteile seines Alltags. Seine Motivation für den Beruf bekommt er auch in den Momenten, wenn Menschen seine Arbeit wertschätzen: "Wenn man Menschen gerettet hat und sie bedanken sich - das kommt nicht so oft vor - aber die wenigen Male reichen schon, um genau zu wissen, warum man das macht."

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