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Auf eine Reise in fremde Kulturen nehmen die Struwwelichs die Gäste mit. (Foto: pm)

Fastnacht

Wenn der Masseur auspackt...

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... dann zittert ganz Merlau. Der MCV bot ein tolles Programm im ausverkauften Saal Hörle unter anderem mit Tussi on Tour, Lisa Tröller. Sie sprach vielen Frauen aus dem Herzen.

Der MCV feierte am Samstag in der buntgeschmückten Narrhalla im Saal Hörle seine erste Fremdensitzung. Zeremonienmeister Ralf Burkhart begrüßte die Gäste, bevor Präsident Torsten Fischer mit Elferrat und Senatorengarde in den Saal einzog. Mit Reimen wurde das närrische Volk auf das Programm eingestimmt. Tanzmariechen Alicia Jäger tanzte sich mit Akrobatik und Anmut in die Herzen der Zuschauer und erntete den verdienten Applaus. Es folgt der stimmungsvolle Gardetanz der Senatorengarde des MCV. Taktgefühl, strahlendes Lächeln und sportliche Höchstleistungen zeichnen diese jungen Damen aus. Zwei Teenager, Lara Wengorsch und Niklas Jäger, brachten dann die Narren mit ihren Geschichten zum Lachen. Das Duell zwischen Jungs und Mädchen oder Männer und Frauen ist ja generationsübergreifend immer aktuell.

Als erstes Gastgeschenk bekam das Publikum den tollen Gardetanz der Prinzengarde vom FFV Flensungen zu sehen. Als Masseur überzeugte Benny Kraft bei seinem Debüt in der Bütt. Gestik und Mimik, alles stimmte bei diesem tollen Vortrag. Er berichtete über seine Kundschaft, über die er so manches weiß, wer betrügt, wer mit Drogen handelt und so weiter. Wenn er über seine Erfahrung ein Buch veröffentlicht, das sagt er barsch, dann ist das ganze Dorf am... zittern.

Es grünt auf der Gemeindewiese

Die Kanoniere, Franklin Merz und Max Münch, haben flink und fleißig Bütt und alle Requisiten der Tanzgruppen auf und abgebaut. Der Zeremonienmeister und sein Page Jan Littmann geleiteten die Aktiven auf die Bühne. Auch Adjutant Dustin Kissel machte einen tollen Job. Mit bunten Kostümen und fetziger Musik zum Thema Partymonster rockten die Harlekins über die Bühne. Der MCV ist stolz auf diese jungen Mädchen, da gibt es keine Nachwuchssorgen. Dann wurde es festlich, Prinzenpaare mit Gefolge der Gastvereine füllten die Bühne. Es folgte der wunderbare Gardetanz der Stangenröder Funken. Zur Schunkelrunde spielte dann die Band auf. Dass Frauen um die 50 tolle Auftritte hinlegen können, bewies wieder einmal die Gruppe "Loast’s erscht emol erim gieh". Seit vielen Jahren bereichern sie die Fassenacht mit ausgefallenem Motto und männlichen Überraschungsgästen. Es grünte so grün auf der Gemeindewiese, es tummelten sich dort Grashalme in tollen Kostümen. Bis tatsächlich zwei Gemeindearbeiter (Stefan Schlosser und Heinz Georg Klauck) sie abmähen wollten.

Abseilen auf die Theke

Dennis Wollmann beschrieb humorvoll aber auch mit einem erhobenen Zeigefinger, wie schwer er es in seinem Job beim Faschingsumzug hat. Denn wenn manche Erwachsenen mit Regenschirm um jedes Bonbon kämpfen, geht’s oft wild her. Aber zum guten Schluss schunkeln doch alle gemeinsam. Mit ihrer Show zur Musik von "Titanic" begeisterten die No Names. Was auf keiner Faschingssitzung fehlen darf, sind Anekdoten aus dem Dorfgeschehen. Dies gaben der Merlauer Treff, Karsten Berg, Torsten Fischer, Dennis Wollmann zusammen mit Susi Herbst zum Besten. Mit lustigen Geschichten erzeugte man viele Lacher. Über Wasserschäden, Poolunfälle und Ausflüge wurde berichtet. Doch der Höhepunkt war die akrobatische Abseilaktion von Stefan Münch, der präsentierte, wie er bei Umbaumaßnahmen im Thekenbereich durch die Decke krachte... "Und die Moral von der Geschicht: Die Hörledecke trägt den Stefan nicht".

Die Stangenröder Funken erfreute mit ihrem schönen Gardetanz. Im zweiten Jahr in der Bütt und schon ein ganz Großer: Franklin Merz als Sangesbruder. Er berichtete über den Sangeswettstreit mit den Rivalen aus dem Nachbardorf.

Tussi on tour über Frauen

Auf eine Reise ins Unbekannte nahmen die Struwwelichs die Gäste mit. Ein Schiff brachte Kolumbus und seine Mannschaft über das Meer. Kostüme, Musik, tänzerische Höchstleistung sowie tolle Einfälle runden den Auftritt ab. Die Tussi on Tour, Lisa Tröller, sprach dann vielen Frauen aus dem Herzen, denn es stimme genau, dass Frauen von den Medien beeinflusst werden mit dummen Sprüchen. Dabei seien sie doch nur ganz normale Frauen. Und emanzipiert wie sie ist will sie einen Flaschenöffner an einen Finger operieren lassen, um von den Männern unabhängig zu sein. Das Männerballett "Die Inkognitos" zeigte einen richtig coolen Western unter dem Motto "Im Saloon Hörle ist der Teufel los". Ein Tanzbattle, eine Keilerei und ein Saloongirl machten diesen Auftritt zu einem weiteren Höhepunkt. Ein Orden ging für ihren einfühlsamen Einsatz an Alishia Rühl. Die"Prosecco-Lerchen" überzeugten im Anschluss mit selbstgedichteten Liedern zu bekannten Melodien.

Aber was war dann los? Da kamen doch ziemlich seltsame Kerle in Trainingsanzügen laut singend auf die Bühne. Sie verjagten die Sängerinnen mit dem passenden Lied" Männer sind Schweine". Aber alles war nur Spaß, denn dies war der Auftakt für den närrischen Elferrat. Ein tolles Minimusical unter dem Namen "Närrische Musikbox" bekam das Publikum zu sehen und zu hören.

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