Kirche

Weitere Pfeifen für die Groß-Eichener Kirchenorgel

  • vonJutta Schuett-Frank
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Eigentlich sollte der Auszug der Orgel in der Kirche in Groß-Eichen schon gleich zu Beginn diesen Jahres stattfinden. Das hat sich leider verzögert.

Aber nun ist das altehrwürdige Instrument aus der Kirche heil in Waltershausen in Thüringen angekommen. Die Bürger und Gottesdienstbesucher hoffen darauf, dass die Orgel bei der Sanierung ihre besonderen Klangfarben wieder erhält, so dass Organist Otto Peter seine Freude hat, wenn das Instrument wieder nach Groß-Eichen kommt.

Die Philipp-Ernst-Wegmann-Orgel ist dank der Stiftung Orgelklang in Hannover mit insgesamt elf anderen Orgeln in ein besonderes Förderprogramm aufgenommen worden. Die Restaurierung wird so mit 5000 Euro bezuschusst. Auch das Spendenkonto für die Orgel wird weiter gefüllt, dafür danken der örtliche Kirchenvorstand und Pfarrerin Kerstin Kiehl. "Hoffentlich finden alle Teile wieder zusammen", mögen Laien dieser Tage in der Kirche gedacht haben, denn bei dem Ausbau der Orgel sah es in der Kirche sowie im Umfeld aus wie beim Sperrmüll.

Die schöne Groß-Eichener Orgel ist eines der wertvollsten barocken Instrumente in der Orgellandschaft Oberhessens, teilt die Stiftung Orgelklang mit. Der Darmstädter Orgelbauer Philipp Ernst Wegmann (1734-1778) erbaute das barocke Instrument im Jahre 1771 für Groß-Eichen. In den Jahren 1963 sowie 1981 wurden dann einige Umbauten vorgenommen, die nicht im Sinne der ursprünglichen Ausrichtung waren.

Die Spieltechnik der Orgel soll deshalb jetzt im Sinne Wegmanns wider rekonstruiert werden und das Pfeifenwerk muss auch entsprechend mit passenden Registern ergänzt werden, betonen die Fachleute. Seit 2016 wird schon für das Orgelprojekt Geld angespart. Die Renovierungskosten werden sich auf rund 75 000 Euro belaufen.

Für die Übergangszeit hat man der evangelischen Kirchengemeinde ein kleineres Ersatzinstrument zur Verfügung gestellt. So kann Otto Peter weiterspielen und die Gemeinde kräftig singen.

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