Für Wechsel von nehmender zu gebender Gesellschaft

Mücke (sf). Einen Kommersabend kann man sich nicht schöner wünschen. Ein voll besetztes Zelt, viele Ehrengäste und eine ganz Reihe von hochkarätigen Ehrungen gab es bei der Festveranstaltung zum 75-jährigen Bestehen der DRK-Ortsvereinigung Mücke.

Musikalisch wurde der Festkommers vom Posaunenchor "Unterer Vogelsberg" unter der Leitung von Uli Heitmann eröffnet. Begrüßen konnte Vorsitzender Bürgermeister Matthias Weitzel den Schirmherrn Landrat Manfred Görig, die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, vom DRK-Landesverband Vizepräsident Nobert Södler, den Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Alsfeld Hans Ulrich Lipphardt, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Thomas Röhrich, Ersten Beigeordneten Bernd Schwebel, Gemeindebrandinspektor Stefan Hahn sowie Ortsvorsteher Dieter Daniel. Ebenfalls wurden die am Programm beteiligten Sänger und Tänzer begrüßt und der Enkelsohn der einstigen Gründerin Anna Kratz, Ulrich Kratz aus Hann. Münden. Die Moderation des Abends hatte das bewährte Moderatorenteam aus den eigenen DRK-Reihen mit Marco Kratz und Ulf-Immo Bovensmann übernommen.

Als Landrat und stellvertretender Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Alsfeld war es für Manfred Görig eine Freude, die Schirmherrschaft für das 75-jähige Bestehen zu übernehmen. Der DRK-Ortsverein Mücke sei ein mitgliedstarker Ortsverein mit fast 100 aktiven und rund 600 passiven Mitgliedern, meinte Görig. Des Weiteren leiste der Ortsverein wertvolle Gemeinwesensarbeit. Davon profitiere die Gemeinde, aber auch die Region. Görig erinnerte an den Hessentag in Wetzlar und an die Einsatzbereitschaft der Aktiven. Eine gut Kameradschaft könne man der Ortsvereinigung zudem bescheinigen. Sie habe ein wunderbares Fest organisiert und für jung und alt ein attraktives Angebot bereitet. Görig lobte die Professionalität in der Aufgabenbewältigung. Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Sozialdienst, Katastrophenschutz, die Blutspende oder die Kleiderkammer, all diese Bereiche seien Arbeitsfelder, die beim Roten Kreuz verantwortungsvoll und kompetent bedient würden. Der Landrat händigte dann sechs Bürger der Gemeinde Mücke den Ehrenbrief des Landes Hessenaus. Nach den Ehrungen der verdienten Bürger erfreute die Singgruppe "Querbeet" aus Ruppertenrod mit einigen Liedern. Unter der Leitung von Silke Pribbernow sangen sie beispielsweise "Für alle" von Hanne Haller.

"Man muss es Berlin unter die Nase halten, Musik wird in den Ortsvereinen gemacht und nicht am Schreibtisch", so die einleitenden Worte der DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Begeistert hatte sie in der Festschrift gestöbert und ganz viel vom IuK gelesen. Ein ihr bislang fremdes Thema hatte sie voll in Beschlag genommen. Sie sprach auch über das Ehrenamt, welches eine tragende Säule des Roten Kreuzes sei. Das Ehrenamt schaffe Lebensqualität, denen die helfen und denen, welchen geholfen werde. Unter dem Strich bleibe immer ein persönlicher Gewinn. Ihrer Meinung nach sollte ein Umdenken in der Gesellschaft unbedingt beginnen. Von einer nehmenden Gesellschaft müsse man sich hinwenden zu einer gebenden Gesellschaft, Der örtliche stellvertretende Vorsitzende Veit-Hans Borgmann hatte die 75 Jahre des Bestehens Revue passieren lassen. In einem kurzen Festvortrag machte er bei allen wichtigen Station der Ortsvereinigung halt. Norbert Södler, DRK Landes-Vizepräsident sprach euphorisch davon, dass die Ortsvereinigung Mücke ja von Frauen gegründet wurde. Das Rote Kreuz sei ein gutes Zeichen für viele. Es werde den Tätern und den gleichermaßen Opfern geholfen, frei nach dem Leitsatz "Das Abenteuer Menschlichkeit".

Das Rote Kreuz sei eine weltumspannende Bewegung. Verdiente Rotkreuzler wurden dann von Robert Belouschek geehrt. Die Verdienstmedaille des Landes Hessen wurden überreicht an: Gisela Horst, Veit-Hans Borgmann, Günter Zeuner, Rainer Schmaus, Dr. Michael Grün, Ulf-Immo Bovensmann, Marco Kratz und Julia Myska. Die entsprechende Laudatio zu den einzelnen Auszeichnungen wurden von Robert Belouschek ausgesprochen. Die Altenhainer Tanzgruppe gefiel im Anschluss mit ihrem bayrischen Tanz. Vom DRK-Kreisverband gratulierte Vorsitzender Hans-Ulrich Lipphardt. Die Ortsvereinigung Mücke habe sich neue Strukturen erarbeitet und sich immer angepasst, meinte er. Sie habe die Akzeptanz der Menschen vor Ort, und das sei eine gute Basis. Junge Menschen, sollten weiterhin für diese Arbeit im Roten Kreuz gewonnen werden, appellierte er. Für Faschingsstimmung sorgen dann die "Struwwelichs" aus Merlau unter der Leitung von Monika Prihoda.

75 Jahre Engagement und Dienst am Nächsten, das sei gelebte Mitmenschlichkeit und das seit 75 Jahren, so der Vorsitzende der Gemeindevertretung Thomas Röhrich. Die gute Jugendarbeit sei ein Fundament des Vereins. Auch sei das Rote Kreuz fest in den Köpfen der Bevölkerung verankert. Gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Weitzel wurden große und kleine Ehrenbecher der Gemeinde Mücke an verdiente Bürger vergeben. Kleine Ehrenbecher erhielten für ehrenamtliches Engagement: Ulf-Immo Bovensmann, Julia Myska, Manuel Myska und Rainer Schmaus. Der große Ehrenbecher der Gemeinde Mücke wurde verliehen an: Dr. med. Michael Grün, Achim Jakobi und Günter Zeuner. Abschließend gratulierten die Ortsvereine, Nachbarvereine sowie befreundete Vereine und sprachen ihre Grußworte. Ortsvorsteher Dieter Daniel überbrachte die Gratualtionswünsche des Mücker Ortsbeirates.

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