Das neue Lager der Firma Nordfrost im Gewerbegebiet Atzenhain trägt zu stabilen Wasserpreisen bei. FOTO: JOL
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Das neue Lager der Firma Nordfrost im Gewerbegebiet Atzenhain trägt zu stabilen Wasserpreisen bei. FOTO: JOL

Wasserpreis bleibt stabil

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Mücke(jol). Die Ansiedlung des Nordfrost-Lagers in Atzenhain wirkt sich auch in Bereichen aus, an die man nicht so schnell denkt, so bei den Gebühren für Wasser und Abwasser. Denn mit einem Großverbraucher verteilen sich die Kosten auf mehr Abnehmer. Die neuen Gebührensätze für Wasser und Abwasser setzten die Mitglieder der Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung einstimmig fest, bei den Abwassergebühren mit einer Enthaltung.

"Der Wasserpreis bleibt stabil", freute sich Dirk Neumann (SPD). Der Anschluss des Logistikunternehmens bringe zusätzliche Einnahmen im Gebührenhaushalt von 200 000 Euro. "Das kommt den Bürgerinnen und Bürgern zugute", fügte Neumann an. Dr. Hans Heuser (CDU) erinnerte daran, dass viel Geld der Gemeinde in die Ansiedlung des Unternehmens investiert wurde. Es werde sechs bis sieben Jahre dauern, bis sich die Ausgaben amortisieren.

Teure Friedhöfe

Dr. Udo Ornik (Grüne) schätzt, dass es sogar noch länger dauert, bis die Ausgaben wieder eingespielt sind. Neumann fand diese Aufrechnung falsch, denn der Bau des Trinkwasserbrunnens in Atzenhain war in jedem Fall notwendig. Wenn man das zusätzliche Wasser nicht für das Unternehmen benötigt hätte, dann bei dem Zuzug von Neubürgern. Die Kosten beim Frischwasser betragen ab 2021 1,67 Euro pro Kubikmeter. Im Dezember greift ein etwas niedrigerer Mehrwertsteuersatz, was die Gebühr auf 1,64 Euro/cbm mindert. Bislang betrug der Wasserpreis 1,55 Euro pro Kubikmeter ohne Mehrwertsteuer, künftig sind es 1,56 Euro/cbm. Die Wasserzählergebühr liegt je nach Größe zwischen 4,92 und 71,33 Euro pro Monat.

Beim Abwasser werden künftig 2,51 Euro pro Kubikmeter fällig, bisher waren es 2,88 Euro/cbm. Die Gebühr für Niederschlagswasser sinkt von 65 auf 56 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Die Gebührensätze sind so gestaltet, dass sie kostendeckend sind. Kalkuliert wurden sie durch ein spezialisiertes Rechtsanwaltsbüro, wie der Gemeindevorstand mitteilte.

Auch bei Bestattungen sind neue Gebühren notwendig, die Satzung wurde auf Basis einer externen Kalkulation überarbeitet. Darüber soll in einer Ausschusssitzung beraten werden. Thomas Röhrich (SPD) verwies aber schon darauf, dass es bei den Gebühren eher nach oben geht. "Wir haben in manchen Bereichen nur 50 Prozent Kostendeckung", gab der Vorsitzende der Gemeindevertretung zu bedenken.

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