Unter großem Hallo auf der Punktejagd

Mücke (sf). Wer am Sonntagnachmittag zum Schwimmbad kam, der sah ganz viel "Blau": Der Schriftzug des Bades, das Wasser und dann die vielen blauen Fahrzeuge des Hessischen Rundfunks.

Mücke (sf). Wer am Sonntagnachmittag zum Schwimmbad kam, der sah ganz viel "Blau": Der Schriftzug des Bades, das Wasser und dann die vielen blauen Fahrzeuge des Hessischen Rundfunks. Im Innenbereich des Schwimmbades kamen die vielen Zuschauer, die live dabei sein wollten bei "Mein Verein in hr4", voll auf ihre Kosten. Die "mobile Beachbar", die während der 48-Stunden-Aufgabe gebaut werden musste, wurde schon gleich vom NCC Nieder-Ohmen betrieben, dessen Helfer leckere Cocktails gratis ausgaben - ein Spendentopf fand sich aber auch in der Nähe. Bemerkenswert an der Bar ist, dass sie ganz aus recycelten Schwimmbadteilen des alten Hallenbades besteht.

Im Schwimmbad herrschte reichlich Betrieb - die Live-Sendung spielte sich im Lounge-Bereich ab. Britta Lohmann und Rainer Janke hatten die Moderation, letzter ging am Schluss der Sendung baden (wir berichteten). Mücke sei das "Südamerika des Vogelsberges", so beschrieb Rainer Janke die Lage des aquariohms. 4 000 Punkte wollte er unbedingt erreicht sehen, ansonsten werde er seine Drohung wahr machen und ins Schwimmbad springen. So geschah es dann auch, es wurden "nur" 3 820 Punkte erreicht.

Dr. Thorsten Reichel und Holger Seng berichteten über den Werdegang des Fördervereins. Vor dessen Gründung hatten sich rund 15 Menschen bereit gefunden mitzutun - schon bei der Gründungsversammlung hätten sich 150 Personen eingetragen. Heute sei man Mückes größter Verein mit über 1 000 Mitgliedern. Beide erzählten vom Rückbau des alten Schwimmbades und den vielen Arbeitseinsätzen. Der Förderverein habe auch die Fördermittel freigeschaufelt. Insgesamt habe man viel bewegt und sei stolz auf das aquariohm. Auch der Bezug des Namens zu "Wasser und der vorbeifließenden Ohm" wurde erläutert. Das Schwimmbad verfügt über ein großes Kinderbecken oder besser gesagt "Mehrgenerationenbecken", welches von Nutzern im Alter von 7 bis 70 geschätzt wird. Viele Kurse werden angeboten und die Wasserwacht trainiert das Leistungsschwimmen. Die Lackspanndecke sei "einfach genial": "Die löst das Problem beim Rückenschwimmen, dann man kann sehen, wohin man schwimmt". Die neue mobile Beach-Bar soll später im Außenbereich ihren Platz finden. Dort sind noch rund 2 000 Quadratmeter anzulegen. Es soll unter anderem ein Beachvolleyballfeld entstehen, Grillplätze und Häuschen sollen aufgebaut werden. Ferner soll dem Schwimmbad noch ein Saunabereich angegliedert werden. "Die Wohlfühloase in Mücke", das aquariohm, ziehe seit seiner Neueröffnung auch Menschen aus der weiteren Umgebung an.

Aber es musste auch gearbeitet werden, nicht nur geplaudert, Punktesammeln war angesagt. Werner Wißner war Pate für den Regionalquiz und alle Fragen wurden richtig beantwortet. Seit wann es offiziell die Ortsbezeichnung Mücke gibt - seit 1972. Was ist das "Koallese Haus?" Es ist das älteste Fachwerkhaus der Gemeinde. In welchem Ort der geographische Mittelpunkt Hessens liegt - in Flensungen. Durch was in Mücke immer wieder tiefe Löcher im Erdboden entstehen - durch den stillgelegten Eisenerzabbau. Und wie viele Kilometer die Ohm fließt - 58 Kilometer. Mitgefiebert wurde auch beim Turmbau. Von der Wasserwacht stapelten Christian Baumann und Bastian Georg. Sie schafften einen tollen Turm von 1,82 Metern. Die Stimmung unter den Zuschauern war prima - auch garniert mit Jubelschreien, wenn "das Hallenbad" auf Sendung ging. Der "Wilhelm Tell" war diesmal weiblich. Kerstin Nöcker (Nieder-Ohmen), aktive Schützin und in einer Disziplin Hessenmeisterin, schoss mit einem Pfeil auf einen Apfel. Schließlich wurde auch noch einmal darauf hingewiesen, dass das aqariohm direkt an einem Radweg liegt. Am Ende der Sendung löste unter viel Beifall Moderator Rainer Janke dann noch seinen Wetteinsatz ein und sprang ins kühle Nass - allerdings mit voller Montur und im Schlepptau hatte er dabei Dr. Thorsten Reichel.

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