Vandalismus

Unbekannter zerstört Arbeit auf Mücker Kunstwanderweg

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Künstler Jan Luke musste schon mehrfach sein Werk auf dem Mücker Kunstwanderweg Erz-Art 4 wieder aufbauen, weil ein Unbekannter es niedergerissen hatte. Nun bleibt es so liegen.

Es gibt weitere Neuigkeiten von der ErzArt4, diesmal allerdings keine fröhlichen. Denn einer der beteiligten Künstler, Jan Luke, müsste am vergangenen Freitag seine Installation zum wiederholten Male neu aufbauen. "Leider wurde sie in der Nacht zum Sonntag dann wieder zerstört," teilt Volker Schönhals vom Verein Kunstturm mit, der die über die Grenzen vom Mücke hinaus bedeutsame Schau organisiert.

Offenbar handelt es sich auch nicht um einen klassischen "Dumme-Jungen-Streich." So hatten Anlieger des Kunstwerkes auf einer Wiese im Ort wahrgenommen, dass eine einzelne Person, wohl im Stückweg parkend, extra aus seinem Wagen ausgestiegen war, um entsprechend zerstörerisch tätig zu werden und das Werk umzuwerfen. Schönhals: "Was uns wundert, ist, dass es immer die gleiche Arbeit ist, die zerstört wird". Zur Finissage der Erz-Art 4 am kommenden Samstag werde die Arbeit nun so bleiben, wie sie jetzt ist, am Boden liegend.

Enttäusch ist er dennoch "Da investiert man viel Zeit und Arbeit, um in der Region kulturell etwas zu bewegen und wird dann mit solchem destruktiven Verhalten konfrontiert. Das ist sehr schade. Was kann jemand davon haben, außer der Lust am Kaputtmachen?" Die Lust am Erarbeiten solcher Ausstellungen könne einem da schon vergehen. Nichtsdestotrotz freuen sich alle Beteiligten nun auf den Abschluss der Schau, die Finissage, die neben der letzten Führung über das Gelände Gesprächsmöglichkeiten mit fast allen ausstellenden Künstlern bietet und bei der der druckfrische Ausstellungskatalog präsentiert wird. Auf 60 Seiten dokumentiert er Momente und Werke der Ausstellung und enthält Erläuterungen des Kunsthistorikers Volker Bunte. Zwei Monate lang konnte man vom Kunstturm Mücke, dem einstigen Verladeturm an der früheren Erzwäschestation, bis zum Bahnhof in Mücke-Merlau einen ganz besonderen Weg gehen. Im Rahmen der ErzArt4 zeigten 13 Künstlerinnen und Künstler Installationen in der Natur, im Turm und in der Lagerhalle des Bahnhofs – vielbeachtet wurde die Ausstellung, wie Kurator Volker Schönhals am Ende erfreut feststellt: "Trotz der hohen Temperaturen im Sommer waren alle Führungen gut besucht, ebenso waren außerhalb der Öffnungszeiten viele Menschen unterwegs, die den Weg auf eigene Faust erkundet haben."

Die Finissage beginnt am Samstag, den 15. September, um 14 Uhr am Kunstturm und mündet nach Führung und Katalogpräsentation in eine Abschlussfeier.

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