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Der seitherige Kindergarten in Ruppertenrod kann ab kommendem Monat als Kindertagesstätte genutzt werden.

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Umgebaute Ruppertenröder Kita wird im September fertig

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Die Erweiterung des seitherigen Kindergartens in Ruppertenrod zu einer Kindertagesstätte ist demnächst fertig. Die alte und jetzt aufgewertete Einrichtung soll am 1. September in Betrieb gehen.

Dann ist auch die Zwischenlösung mit der Betreuung im Sportheim beendet. Der Ausbau der Ruppertenröder Einrichtung ist der vorläufige Schlusspunkt der Bemühungen der Gemeinde Mücke, der gestiegenen Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen Rechnung zu tragen.

In zwei Ausschüssen erläuterte Bürgermeiste Andreas Sommer am Mittwoch Abend den Sachstand zu den verschiedenen Investitionen und zu Reaktionen aus der Bevölkerung. Der neue Waldkindergarten in Flensungen wird nach Angaben von Sommer derzeit von 14 Kindern besucht, das sei für ein neues Angebot eine sehr gute Nutzung. Die Eltern seien von der neuen Einrichtung begeistert, auch wenn/oder weil die Kinder nach der intensiven Vormittagsbetreuung unter freiem Himmel zu Hause platt seien. Der Aufenthalt bei schlechtem Wetter sei weiterhin in einem Dachhaus des Flensunger Hofes gegeben, die eigene gemeindliche Einrichtung, ein Blockhaus, sei bestellt.

In der Kinderbetreuungsstelle in Sellnrod ebenfalls 14 Kinder angemeldet. Diese vormals gemeindliche Einrichtung war jahrelang von Ortsbürgern mit viel Einsatz über einen Förderverein Landkinder Sellnrod am Leben erhalten worden. Um der gestiegenen nachfrage gerecht zu werden, wurde der Kindergarten in der ehemaligen Schule in der Dorfmitte wieder von der Gemeinde übernommen.

Zu den organisatorischen Änderungen berichtete der Bürgermeister, die stellvertretenden Leiterinnen würden zum Jahresanfang 2020 ernannt. Das war nötig geworden, weil es seither keine Stellvertreterregelung gegeben hatte.

Außerdem wurden die Arbeitsverträge aller bisherigen Erzieherinnen auf unbefristete Verträge umgestellt, um auch etwas gegen Fluktuation zu unternehmen. Die Notwendigkeit dazu hatte sich nach Angaben von Sommer in den Vorstellungsgesprächen mit neuen Erzieherinnen ergeben. Denn ein befristeter Vertrag wurde als Manko und Anlass angesehen, in Mücke eine Stelle eher nicht anzutreten.

Der Bürgermeister berichtete auch, dass es aus dem Nieder-Ohmener Ortsbeirat heraus Kritik gebe, dass im größten Ortsteil der Gemeinde Mücke die Nachfrage bei der Kinderbetreuung nicht mehr vor Ort befriedigt werden kann. Das hatte sich ergeben, als die Gemeinde aus Kostengründen auf eine Kinderbetreuung in Containern auf dem Hartplatz am Ortsrand verzichtet hatte.

Dazu betonte Bürgermeister Sommer, die Gemeinde sei nicht verpflichtet, in allen Orten hinreichend Plätze vorzuhalten. Beispielsweise zu der Kindertagesstätte nach Merlau zu fahren bedeute rund fünf Minuten Fahrzeit, aus dem Neubaugebiet Wallenbach zwischen Nieder-Ohmen und Merlau ist beispielsweise die Kindertagesstätte Merlau kaum weiter. Entlastet werden könne die Lage in Nieder-Ohmen, beispielsweise, wenn eine Krippengruppe nach Merlau verlegt werde.

Ober kann ein weiterer Waldkindergarten in Nieder-Ohmen für Entlastung sorgen? Diese Idee kam von den Grünen, was allerdings auch drei Erzieherinnen mehr bedeuten würde, wie der Bürgermeister ergänzte.

Zusammenfassend sagte Bürgermeister Sommer: Jedes Kind in Mücke bekommt einen Betreuungsplatz, auch wenn es in einem anderen Ortsteil ist. Das sei deutlich besser als beispielsweise in Stuttgart, wo 5000 Plätze fehlten.

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