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Strapazen mehr als belohnt

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Mücke (sf). Nachdem die Tour Corona bedingt im vergangenen Jahr ausgefallen war, stand in diesem Jahr dem Vorhaben, die Alpen erneut zu überqueren, nicht im Wege. Als Neueinsteiger bei der »Transalp-Gruppe« konnten diesmal Dr. Helmut Schraml und Dieter Fritsch begrüßt werden. Die anderen Teilnehmer waren Helmut Stojanek, Harald Winter, Wolfgang Stein und Reimund Jakob.

Die Tour war nicht vergleichbar mit der von 2019 auf dem Fernwanderweg E5. Diesmal gab es viel längere Gehzeiten von über sieben Stunden und es waren auch mehr Höhenmeter zu bewältigen.

Traumhafter Blick zum Großglockner

Es waren teilweise 1000 Meter Höhenunteschiede berghoch und bergab zu bewältigen und die Teilnehmer brachte dies doch teilweise bis an die Leistungsgrenze. Aber die sportlichen Teilnehmer schafften die Strapazen und kamen heil am Ziel »Drei Zinnen« an. Verwöhnt wurde die Gruppe bei der Tour auch mit herrlichem Wetter.

Die Mücker reisten am Königsee an und gönnten sich zunächst einen Tag der Erholung. Dann ging es zunächst mit dem Schiff nach St. Bartholomä (600 m), dann begann der Aufstieg durch die berüchtigte Saugasse zum Kärlinger Haus (1638 m) am Funtensee. Dort wurde die kälteste Temperatur in Deutschland gemessen mit -45,9 Grad.

Schon der Einstiegstag war eine enorme Herausforderung. Der zweite Tag überraschte mit Minusgraden, doch die Sonne erfreute dann mit Wärme. Es ging über die verkarstete Hochfläche des Steinernen Meeren zum Ingolstädter Haus (2120 m) und nach einer Rast ging es talabwärts zum Dießbachstausee weiter über die Kalbrunn-Alm nach Pürzelbach. Mit dem Taxi ging es ins Käfertal. Mit Mittagsproviant im Rücksack ging es weiter zur Pfandlscharte (2665 m). Die Tour ging über ein langes Schneefeld und auch die Schuhschneeketten kamen zum Einsatz. Es eröffnete sich ein traumhafter Blick zum Großglockner. Am vierten Tag ging es wieder bergab und zum Margaritzen-Stausee. Der Weg führte entlang des Leiterbaches zur Gorer Hütte (2642 m). Der fünfte Tag startete mit einem Bustransfer ins Defereggental nach St. Jakob. Es wurden die Villgrater Berge überschritten, es ging über die Moosalm (2345 m) und es folgte ein sehr steiler Abstieg. Am vorletzten Tag wanderte die Gruppe vom Innervillgrater Tal ins Plustertal über das 2663 m hohe Toblacher Pfannhorn. Weiter ging es zur Bonner Hütte (2340 m) und dort konnte man die Südtiroler Küche genießen. Weiter ging es nach Kandellen und mit dem Bus über Sexten ins Innerfeldtal. Der letzte Aufstieg fühhrte durch das wunderschöne Innerfeldtal mit atemberaubender Aussicht auf die Dolomiten. Nach der anstrengenden Woche hatte man sich diesen wunderbaren Ausblick verdient. Kurze Zeit später standen die Wanderer vor den mächtigen Nordwänden der »Drei Zinnen«. Das Ziel warerreicht. Dann ging es wieder zurück nach Berchtesgaden. Diese Woche wird allen lang in Erinnerung bleiben.

Tagsüber und auch abends in den Hütten herrschte immer eine gute Stimmung.

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