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Empfang in Nieder-Ohmen für Charly Weiper (7. v. links mit Mütze). Hier war auch eine Verpflegungsstation.

Spendentour "Run for their lives" macht Station in Mücke und Ulrichstein

Mücke-Nieder-Ohmen (ng). Charly Weiper ist Friseur-Unternehmer aus dem Provinzstädtchen Havixbeck bei Münster und mit 54 Jahren noch ein ausgezeichneter Marathonläufer.

Bei einer Reise nach Bosnien lernte er dort viele Menschen kennen und schätzen. Einen Zusammenhang zwischen dem fürchterlichen Krieg, der dort in den 90er Jahren tobte, und dem Leben des Friseurs gibt es nicht. Doch das Leben des Charly Weiper ist nach eigener Aussage über den grausamen Meldungen über den Krieg in Unruhe geraten. Eher zufällig führte ihn die Mitarbeit im kleinen Verein "Hilfe für Osteuropa" nach Srebrenica auf die Spuren des Völkermordes im Bosnienkrieg. Der Mann fasste einen Plan: Tausende sollten sich mit ihm aufmachen zu einem Marathonlauf als Zeichen gegen das Vergessen und für die Menschlichkeit – die Strecke sollte über fast 1800 Kilometer nach Srebrenica führen. Beim Projekt geht es konkret darum, die Errichtung und Finanzierung eines Therapiezentrums in Bratunac und therapeutische Schulen (Näh- und Computerschulen) durch Spenden zu unterstützen. Charly Weiper und einige Mitläufer haben sich am 18. Juli in Havixbeck auf den langen Lauf gemacht. Auf dessen Route lag auch Nieder-Ohmen, das die Gruppe am Montag gegen 11 Uhr von Rabenau-Rüddingshausen kommend erreichte. Die Gemeindeverwaltung Mücke hatte durch Ute Funk-Schmitt Ortsvorsteher Helmut Reitz informiert, der für einen Empfang der Läufer vor dem DGH sorgte.

Von den örtlichen Vereinen hatte sich trotz der knappen Zeit der Vorbereitung zahlreiche Vertreter eingefunden, darunter Ortsvorsteher Helmut Reitz, Hans Edelmann, Gudrun und Helmut Reitz, Helga und Werner Döring, Carola Sodtke, Mechthild Seim und Carla Kempus, Hans-Peter Schucker, Waltraud Blechschmidt und Lisa Reitz.

Bürgermeister Matthias Weitzel lobte die völkerverbindende Aktion und Ortsvorsteher Helmut Reitz stellte das Dorf kurz vor. Der Spendenlauf wurde gegen 15 Uhr Richtung Ulrichstein fortgesetzt.

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