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Aide Rehbaum

Spannende Lesung mit Aide Rehbaum

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Mücke-Ober-Ohmen (sf). Starb die Gräfin Görlitz, weil sie wieder einmal beim Versiegeln von Briefen eingeschlafen war und von der Kerzenflamme erfasst wurde? Oder war es ein heimtückischer Mord, der sich hinter der Fassade des Adelshauses in der Darmstäder Innenstadt abspielte? Dieser Frage geht Dr. Aide Rehbaum in ihrem Buch "Flammentod im Grafenhaus" nach, Ein rätselhafter Todesfall im Jahre 1847, zahlreiche Verdächtige, darunter auch Familienangehörige des Opfer und langwierige schwierige Ermittlungen: der erste Indizienprozess der Kriminalgeschichte. Die Autorin, die in Mittelhessen bekannte Historikerin Dr. Aide Rehbaum, hat den historischen Kriminalfall neu aufgerollt. Emilie, Gräfin von Görlitz, starb am 13. Juni 1847 auf merkwürdige Weise in ihrem von innen verschlossenen Zimmer. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord?

Es war der erste große Prozess nach einer Strafrechtsreform in Hessen, nach welcher der Beschuldigte das Recht auf einen Anwalt hatte, Gutachter gehört wurden und Folter als Verhörmethode sowie das Todesurteil abgeschafft waren. 106 Zeugen der Anklage und zwölf der Verteidigung wurden vernommen. Wissenschaftler (Justus von Liebig) und Mediziner (Heinrich Emanuel Merck) traten als Gutachter auf. Sie versuchten durch umfangreiche Experimente, die Wahrheit herauszufinden.

Die Gräfin vermachte ihr Vermögen Hermann Bals in Gießen unter der Auflage, ein Krankenhaus zu bauen. So entstand die Balserische Stiftung in Gießen. Was den Mord im Jahre 1847 mit der heimischen Region und Ober-Ohmen verbindet, kann man bei der Buchvorstellung erfahren. Aide Rehbaum liest am kommenden Samstag, 24. August, ab 19 Uhr im Gasthaus "Am Römer" in Ober-Ohmen aus dem Buch.

Ihr Buch beschreibt den Prozessverlauf, beschreibt auch aber auch das Leben vor knapp 200 Jahren. Rehbaum gibt einen Einblick in dörfliche Strukturen, die Berufe von damals und wie das Leben funktionierte. (Foto: Archiv)

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