Die Seele klingen lassen

  • vonJutta Schuett-Frank
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Am Sonntag war der feierliche Rahmen für das Fest zum 40-jährigen Bestehen des evangelischen Singkreises. Der Altarraum war dazu mit Birkenbäumen schön geschmückt, sie umrahmten den Festgottesdienst. Feierlich wurde der Gottesdienst eröffnet. Der Jubelchor und der evangelische Posaunenchor empfingen die Besucher mit einer Kantate von Helmut Walcha "Lobe den Herren". Die Musik gespielt von der Empore, erfüllte den ganzen Raum.

Am Sonntag war der feierliche Rahmen für das Fest zum 40-jährigen Bestehen des evangelischen Singkreises. Der Altarraum war dazu mit Birkenbäumen schön geschmückt, sie umrahmten den Festgottesdienst. Feierlich wurde der Gottesdienst eröffnet. Der Jubelchor und der evangelische Posaunenchor empfingen die Besucher mit einer Kantate von Helmut Walcha "Lobe den Herren". Die Musik gespielt von der Empore, erfüllte den ganzen Raum.

Pfarrer Nils Schellhaas begrüßte die Besucher in der vollen Kirche und besonders den Singkreis, den Posaunenchor mit Leiterin Christine Geitl, die Ehefrau des Gründers, Hella Drommeshauser und deren Tochter Ulrike, welche auch die Orgel am Festgottesdienst spielte.

Krönungsmesse und USA-Tour

Der Singkreis selbst hatte die Liedauswahl so getroffen, dass die Musikstücke immer in einer Verbindung mit dem jeweiligen Chorleiter standen. Man hörte von Lorenz Maierhofer "Ich will den Herrn loben" oder von Leonard Cohen/Roger Emerson das "Hallelujah". Feierlich wurde es bei "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" (nach dem Psalm 100) von Felix Mendelssohn Bartholdy.

"Sie verdient unsere Aufmerksamkeit und Frau Musika hat unser Reformator sie genannt. Und für ihn, Martin Luther, glänzt diese hübsche und würdevolle Frau vor allem mit ihrer meisterlichsten Gabe, dem Gesang", das sagte Pfarrer Nils Schellhaas in seiner Ansprache.

"Singen hilft im Alltag und singen ist gesund. Wer viel singt, der merkt sogar, dass die verschiedenen Tonlagen ganz unterschiedliche Wirkungen auf uns haben. Besonders dann, wenn wir selber singen, wenn wir unseren Körper als Resonanzraum für die Worte und Klänge des Gesangs nehmen: Dann bewegt die Musik mit ihren Schwingungen nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Seele, dann klingt der Himmel in uns", meinte Schellhaas.

Anja Kratz erinnerte an die vergangenen 40 Jahre evangelischer Singkreis Nieder-Ohmen. Im September 1977 wurde der Chor, der bereits zu Pfarrer Alts Zeiten bestand, vm damaligen Pfarrer Wolfgang Drommeshauser wieder neu gegründet. Das erste Konzert fand bereits an Weihnachten in der Kirche statt. Es folgten viele weitere große Weihnachtskonzerte. Unter anderem kamen die "Spatzenmesse" und der "Messias" von Händel sowie das "Weihnachtsoratorium" in allen Teilen von Bach zur Aufführung.

Ein besonderes Highlight war die Aufführung der "Krönungsmesse" von Mozart zum großen Festakt bei der 1200-Jahr-Feier 1982. Damit konnte man sogar den damaligen Ministerpräsidenten Holger Börner beeindrucken. Nach dem Chorleiterwechsel im Jahre 1998 reiste der Chor mit Daniela Werner 1999 zu seiner ersten Konzertreise in die USA. Dies war sicher das größte Ereignis in der Vereinsgeschichte.

Die Musikrichtung wurde vielseitiger – es folgten erste Gospelkonzerte und 2001 wirkte der Chor bei dem vom JFC aufgeführten Musical "Grease" mit. Vom Februar 2003 bis 2011 hat Jens Amend den Chor erfolgreich geleitet. Es folgten weitere Konzertreisen nach Mörbisch 2005 und Berlin 2008. Nach dem beruflichen Wechsel von Jens Amend wirkte der Chor im Jahre 2011 unter Leitung von Andreas Czerney erneut bei der Musicalaufführung "Dirty Dancing" des JFC mit.

Von Mai 2012 bis November 2015 leitete Anja Krauße den Chor. Sie verabschiedete sich mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Bach.

Seit September vergangenen Jahres wird der Chor nun von Christine Geitl geleitet. In der Zwischenzeit hat der Chor noch einmal mit Andreas Czerney beim Musical "Here we go again" zusammen gewirkt. Der Chor besteht derzeit aus 35 aktiven Mitgliedern, davon sind noch sieben Gründungsmitglieder aktiv. Das Repertoire reicht von klassischer Kirchenmusik über Gospel und Musikstücke bis hin zu populären weltlichen Stücken.

Folgende Gründungsmitglieder wurden geehrt: Waltraud Baldauf, Ilse Carle, Hella Drommeshauser, Erhard Günther, Bärbel Kräupl, Gertrud Philipp, Christine Schellhaas, Elfriede Semmler, Anette Stein, Jutta Tröller und Elfriede Wißner. Elfriede Otto ist bereits verstorben.

Die im Jubiläumsjahr Aktiven verteilen sich stimmenmäßig wie folgt und in Klammer die Mitgliedsjahre: Im Alt Elke Heinbach (23), Angela Janka (12), Anja Kratz (16), Brigitte Kratz (27), Bärbel Kräupl (40), Irmel Lutz (4), Anita Metz (13), Jutta Müller (18), Elke Reichel (6), Regina Schmidt (19), Elfriede Semmler (40), Marlis Reitz (32), Daniela Ziersch (11), im Sopran Centa Benzler (32), Petra Keil (17), Heike Kratz (33), Annegret Reichel (38), Heike Reichel (11), Christine Reitz (14),

Christine Schellhaas (40), Pia Sodtke (15), Jutta Tröller (40), Elfriede Wißner (40), Ivana Zinker (6), im Bass Bernhard Benzler (19), Erhard Günther (40), Ulrich Kratz (36), Ernst-Michael Semmler (18), Gerhard Semmler (35), Marco Semmler (2) und im Tenor Sibille Engel (19), Ingrid Kaus (33), Jörg Reichel (9), Frank Sodtke (9) und Anette Stein (40).

Gemeinde feiert Fest

Alle Sängerinnen und Sänger erhielten jeweils eine rote Rose. Die stellvertretende Vorsitzende Wilfriede Fuhrmann dankte dem Chor und gratulierte zum Jubiläum. Solch ein Chor sei gesellschaftlicher Mittelpunkt und er habe einen hohen Stellenwert. Der Jubelchor sang am Ende des Gottesdienstes "Thank you for the music" aus der Feder von Benny Andersson/Björn Ulvaeus/Hawley Ades.

Es folgten weitere Dankesworte, der Segen und das Schlusslied mit den "Irischen Segenswünschen". Dieses Lied erklang im Wechselspiel mit der Orgel. Anschließend feierte man im "Konfi-Saal" und im Außenbereich ein schönes Gemeindefest.

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