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Nordfrost hat sein neues Kühllogistikzentrum in Mücke eröffnet

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Die Firma Nordfrost hat das neue Kühllogisikzentrum in Atzenhain in Betrieb genommen.

Damit bietet das Unternehmen, nach eigeben Worten Marktführer in der Tiefkühllogistik, der Lebensmittelbranche ab sofort insgesamt 900 000 Palettenstellplätze und viel Platz für tiefgekühlte Waren, aber auch für nicht tiefgekühlte Produkte und weitere Sortimente, die nicht in den Lebensmittelbereich fallen.

Gestartet sei man jetzt mit einem 30-köpfigem Team, hieß es. Die Belegschaft werde kontinuierlich aufgebaut: "Aktuell suchen wir noch Mitarbeiter für die Betriebstechnik und Fachkräfte für Lagerlogistik bzw. Lagerarbeiter mit entsprechender Erfahrung."

100 Stellplätze für Laster

Der Kaufvertrag für das 14 Hektar große Grundstück war im März 2018 vom inzwischen verstorbenen Nordfrost-Firmengründer Horst Bartels und Mückes Bürgermeister a.D. Matthias Weitzel unterzeichnet worden. Die offizielle Eröffnung des gerade fertiggestellten Kühllogistikcenters, in das die Firma 62 Millionen Euro investierte, fand jetzt im kleinen Kreis statt.

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Falk Bartels und Britta Bartels sowie Niederlassungsleiter Andreas Behne empfingen dazu Landrat Manfred Görig und Bürgermeister Andreas Sommer, dazu Vertreter des ausführenden Bauunternehmens Bremer AG, des Anlagenlieferanten für Industriekälte, Zimmermann GmbH, sowie der Tiefbaufirma Quakernack.

Letztere hat zur Vorbereitung des Baugrundstückes rund 140 000 Kubikmeter Erde bewegt und das ursprünglich leicht abschüssige Gelände aufwändig begradigt und für die Bebauung vorbereitet.

Begleitet von Ulrich Burmann, dem stellvertretenden technischen Leiter von Nordfrost, und dem vor Ort verantwortlichen Projektleiter Christian Arcos Garcia, besichtigte die Gruppe den 46 000 Palettenstellplätze umfassenden Logistikstandort. Das Gebäude besteht aus elf Hallen und ist 18 Meter hoch.

Vier Tiefkühlhallen, in denen minus 22 Grad Celsius Kälte herrscht, beherbergen 24 000 Palettenstellplätze. Im plusgradigen Bereich stehen 22 000 Stellplätze zur Verfügung, die in sieben Hallen je nach Lagerware auf Temperaturen zwischen 0° Celsius bis plus 18° Celsius eingestellt werden können. Eine Umschlagsfläche von 6200 Quadratmetern mit 43 Verladetoren sollen den Warenein- und -ausgang sicherstellen. Auf dem Hof befinden sich Parkplätze für 100 Lkw.

Die Kältezentrale beherbergt erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von rund 2,33 Megawatt für die Produktion des benötigten Stroms. Die dabei erzeugte Abwärme wird im Wege der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Kälte gewandelt, die wiederum im Kühlhaus benötigt wird. Damit erreiche man einen Wirkungsgrad von rund 80 Prozent.

Das dreistöckige Verwaltungsgebäude bietet viel Platz. Durch die bodentiefen Fenster hat man einen Blick über das gesamte Gelände bis hin zur Autobahn. Die Einarbeitung rund um Lagerlogistik, Transport, IT-Systeme und Qualitätswesen begann vor einigen Wochen an ausgewählten Unternehmensstandorten.

"Die Nordfrost in Mücke ist zum Start hoch motiviert. Darüber freuen wir uns sehr und danken allen Beteiligten", so Britta Bartels und Andreas Behne ergänzte: "Wir bieten interessante Entwicklungsmöglichkeiten im Lager, in der Betriebstechnik und im kaufmännischen Bereich als Expedienten, Zollsachbearbeiter oder Spediteure."

Zur Eröffnung kam die erste Ware in Mücke an und wurde aus den anliefernden Lkw entladen, dann im Lagerverwaltungssystem erfasst und mit Staplern eingelagert. Dr. Falk Bartels erinnerte an die Bauphase und freute sich über den gelungenen Start: "Bei Nordfrost in Mücke stehen alle Temperaturstufen und Services unter einem Dach zur Verfügung. In Verbindung mit der Größe der Lagerkapazitäten ermöglicht dies unseren Kunden die Bündelung von Sortimenten über verschiedene Temperaturbereiche hinweg an einem zentral in Deutschland gelegenen Lagerstandort." Er verwies noch auf Ausbaureserven des Grundstücks.

Landrat Manfred Görig und Bürgermeister Andreas Sommer gratulierten und wünschten alles Gute für die Zukunft: "Dies ist ein wichtiges Projekt für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Wir freuen uns auf die Kühllogistik in Mücke und auf die Schaffung weiterer Arbeitsplätze im Vogelsbergkreis."

Görig stellte in seinem Beitrag vor allem die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Vogelsberg heraus: "Wir liegen in der Mitte Deutschlands, haben eine gute Verkehrsanbindung und können noch ausreichend Gewerbeflächen anbieten. Hier lässt es sich gut arbeiten - vor allem aber auch gut leben."

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