Lilli von der Alm und Schwanensee

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Merlau(sf). Sitzungspräsidentin Lisa Tröller genoss beim Weiberfasching des MCV den Blick in eine dicht besetzte Narrhalla. Im "Konfettisaal" saßen nur fröhliche Menschen in bunten Kostümen, darunter Cordula Grüns oder Ladys im Charleston-Look. Einige Männer waren in Dirndl, Gardekleid und anderer Damenbekleidung ebenfalls in den Saal geschlüpft und wurden als Hilfspersonal geduldet.

Eine einzigartige Stimmung herrschte im Traditionsfaschingshaus. Tanzmariechen Alicia hatte die Ehre, den tänzerischen Auftakt zu gestalten. Die Senatorengarde ist ein Aushängeschild des MCV und sie erhielt viele Zugaberufe. Dem Publikum wurden Anmut und grazile Hebefiguren geboten. Begrüßt wurden Zeremonienmeisterin Anna Coers und die Kanoniere Max Münch und Sven Kaufmann.

Putzfrau von der A 5

Martina Faulstich, die "Putzfrau von der A 5", teilte mit, dass man auf regionale Produkte besteht. So müsse man bei ihr artgerechte Haltung nachweisen: "Bei uns kannste vom Fußboden esse, so viel Essen liegt da herum." Schüler brauchen nichts mehr zu lernen und keine Fachkräfte werden. Denn die Arche hätten Bauern gebaut und die Titanic Fachpersonal. Wie mechanische Spieluhren präsentierten die Harlekins ihren Tanz und der FC Reinhardshain erfreute mit dem Männerballett und einer außergewöhnlichen Tanz-Sketch-Show. Sie kam als Nonne und ging als Revuetänzerin: Feline Preisendörfer brillierte in ihrer Rolle. Das Männerballett des RKV Ruppertenrod erfreute mit akrobatischen Übungen und auch der Showtanz der MCV "NoNames" zu "Alice im Wunderland" war grandios. Orientalisch ging es beim Showtanz der "Struwwelichs" weiter mit "1001 Nacht und einer Intrige". Der Elferrat des MCV spielte das Märchen "Schneewittchen und die 7 Zwerge". Die Problematik der Formunterwäsche für Männer und Frauen schilderte Carmen Beck sehr anschaulich. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite und man konnte sich die jeweilige Situation als Kopfkino vorstellen. Die "Monster Heros" aus Lehnheim und das Männerballett des SCV Stangenrod waren wieder super. Dann ging es mit "Lilli" Sina Fischer auf die Alm.

Jobcenter schickt auf die Alm

Sie hat im Jobcenter in Gießen, einem Komplikationszentrum, wie sie es nennt, einen Job gesucht. Dann ging es auf die Alm und mit der Kuh (Marvin Preisendörfer) demonstrierte sie ihre Arbeit und ihre Mühen. So eine Kuh hat sicherlich noch niemand gesehen. "Die Trude" (Heidrun Burg-Hannich) brillierte bei der Suche nach einem Mann. Bevor die "Aufhörer" der "Struwwelichs" Schwanensee zeigten, entführten Wicky und die wilden Männer aus Annerod auf die raue See. Der Showtanz der eigenen MCV-Inkognitos hatte den Titel "Auf der Alm" und die Burschen begeisterten. Beifall gab es für alle Gruppen und immer wieder Zugaberufe. Gegen Mitternacht folgte das Finale. Traditionell wurde das Lied "Tolle Tage, tolle Nächte" geschmettert. Dann spielte "Two friends und Steffi" zum Tanz auf.

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