Der Einsatz in Corona-Zeiten stellte die Helfer vor besondere Herausforderungen. FOTO: PM
+
Der Einsatz in Corona-Zeiten stellte die Helfer vor besondere Herausforderungen. FOTO: PM

Krötenhochzeit mit Hindernissen

  • vonRedaktion
    schließen

Mücke(pm). Die diesjährige Krötensaison stellte sowohl die Kröten als auch deren Retter vor ungewohnte Probleme.

Bei eisigen Nachttemperaturen und Trockenheit war die Wanderung der Kröten zu ihren Laichgewässern schon in der Karwoche zum Erliegen gekommen.

Bei einem "ziemlich traurigen Ergebnis" von nur etwas über 300 geretteten Kröten sollte der Amphibienzaun am Ortsausgang von Merlau am Gründonnerstag wieder entfernt werden. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit Jahren gewesen, so die Aktiven vom Naturschutzbund.

Abbau in letzter Sekunde gestoppt

Sozusagen in letzter Sekunde stoppte der Biologe und Krötenexperte Paul Walter Löhr die Abbauaktion. Denn bei leicht steigenden Temperaturen hatten sich allein in einer Nacht über 60 paarungswillige Amphibien auf den Weg gemacht. In den darauffolgenden Nächten stieg die Zahl der geretteten Tiere auf rund 670 Kröten. Auch ein Frosch befand sich in einem der Eimer, die am Zaun entlang in den Boden eingelassen wurden.

Als nach Ende der Aktion die Zäune und Eimer wieder entfernt werden sollten, standen die Mitglieder des Vereins vor dem nächsten Problem: Wie führt man in Corona-Zeiten einen Arbeitseinsatz den Sicherheitsvorschriften entsprechend durch?

Schließlich startete am Vormittag zunächst ein dreiköpfiges Team, um die Heringe aus dem Boden zu ziehen, und die Eimer auszugraben. Jeder an einem eigenen Zaunabschnitt. Das zweite Team rollte am Nachmittag in Zweier- und Dreiergruppen, zusammengesetzt nach häuslicher Gemeinschaft, und mit gebührendem Abstand, jeweils einen Zaunabschnitt auf.

Hoffen auf Normalität

Obwohl das reibungslos funktionierte freuen sich alle Beteiligten auf die Zeit, wenn sowohl gemeinsame Arbeitseinsätze als auch gesellige Zusammenkünfte wieder möglich sein werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare