In Groß-Eichen beginnt der Ausbau der Sellnröder Straße. FOTO: RS
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In Groß-Eichen beginnt der Ausbau der Sellnröder Straße. FOTO: RS

In der Krise investieren

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Groß-Eichen(sf). Schon vor ein paar Tagen wurde die Baustelle eingerichtet und die Sellnröder Straße in Groß-Eichen ist voll gesperrt. Der offizielle Spatenstich für die Erneuerung der Straße fand nun am Montag statt.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak freute sich angesichts des Termins darüber, "dass man bekannte Gesichter wieder einmal analog sehen kann".

Endlich sei es so weit, denn die ersten Überlegungen für diese Baumaßnahmen fanden schon 2013 statt, in 2018 wurde die Wichtigkeit noch einmal untermauert und die Mittel wurden 2019 in den Haushalt eingestellt.

Die Straße ist eine Kreis- straße, doch durch die ebenfalls geplante Erneuerung der Gehwege kam auch die Gemeinde Mücke ins Spiel. Nach Wochen mit der Corona-Pandemie kehre nun wieder ein wenig Normalität ein, so Mischak. Mit dieser Baumaßnahme solle nun auch ein Zeichen gesetzt werden, "dass Kommunen und Kreis Geld in die Hand nehmen und investieren".

Deutschland stehe durch die Krise vor einer Rezession, mahnte der Erste Kreisbeigeordnete. Diese habe auch Auswirkungen auf die Haushaltsplanungen von Kommunen, Städten und des Kreises. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung solle die Folgen der Krise etwas abmildern.

Die Maßnahme in Groß-Eichen sei mit einer Investitionssumme von rund 500 000 Euro für den Vogelsbergkreis nicht nur das zweitgrößte Projekt im Bereich der Kreisstraßen in diesem Jahr, sondern auch eine wichtige Investition in die Infrastruktur der Gemeinde. Die Kreisstraße wird von einer Fahrbreite von jetzt acht Metern auf dann 6,50 Meter reduziert und die Gehwege werden von jetzt 1,80 Metern auf 2,50 Meter verbreitert.

Jens Mischak dankte den Verantwortlichen beim Land, das Bauvorhaben wird mit 300 000 Euro aus dem Mobilitätsförderprogramm bezuschusst.

Bürgermeister Andreas Sommer brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Projekt nun startet. Die Akzeptanz bei den Anwohnern sei vorhanden und die Gemeinde habe mit den Bürgern eine gute Basis gefunden. Auf die rund 20 Anlieger entfallen rund 220 000 Euro an Kosten. Die Gemeinde investiert in die Baumaßnahme rund 470 000 Euro. Sommer wünschte den Bauarbeiten ein gutes Gelingen, Thomas Heidlas von der Bauverwaltung starke Nerven und belohnt werde man dann mit einer sanierten Sellnröder Straße.

Günter Herles von Hessen Mobil lobte die Förderung des Landes. Andreas Wagner vom Ingenieurbüro Müller berichetete, dass man rund 300 Meter Fahrbahn saniert und dass auf 150 Metern davon auch eine neue Wasserleitung verlegt wird. Im Oktober beziehungsweise November soll die Baumaßnahme fertig sein.

Am sogenannten ersten Spatenstich nahmen der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak, Bürgermeister Andreas Sommer und Bauamtsleiter Thomas Heidlas, Marc Müller und Andreas Wagner vom Ingenieurbüro Müller, Günter Harles von Hessen Mobil und Stefan Günther vom Vogelsbergkreis als Sachbearbeiter für den Bereich Kreisstraßen teil. Begrüßt wurde auch Baustellenleiter Christian Gall.

Man hofft in den nächsten Monaten auf das Verständnis der Anwohner.

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