Kindergarten

Kindergarten Ober-Ohmen kann erst im nächsten Jahr ausgebaut werden

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Unter den Kindergärten in der Gemeinde ist die Einrichtung in der Schillerstraße in Ober-Ohmen in mehrfacher Hinsicht eine besondere Erziehungsstätte.

Zu dieser Erkenntnis kamen Mitglieder der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands bei ihrem Besuch. Auf Initiative von Ortsvorsteher Jörg Irzinger sahen sie sich das Gebäude sowie die große Freifläche an und informierten sich über die gegenwärtige Situation und Pläne. Anwesend waren Pfarrer Markus Witznick, Kirchenvorstandsvorsitzende Edith Schneider und weitere Mitglieder des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde, zu der auch Ruppertenrod und Ulrichstein-Unter-Seibertenrod gehören. Vom Elternbeirat war Liane Nowak dabei.

Die evangelische Kirche ist Eigentümer des Grundstücks und Gebäudes. Der Kindergarten wird auf der Grundlage eines Vertrages zwischen Kirchengemeinde und politischer Gemeinde Mücke aus Anfang der 1990er Jahre betrieben. Die Einrichtung in Ober-Ohmen war im Rahmen der allgemeinen Diskussion in Mücke, rund 60 neue Betreuungsplätze schaffen zu müssen, lange unberücksichtigt geblieben. Als kürzlich bekannt wurde, dass seitens der Kirche eine Erweiterung angestrebt wird, waren die jahrzehntealten Vertragsverhältnisse bekannt geworden, zu denen es derzeit noch unterschiedliche Auslegungsvarianten gibt. So sieht sich die Großgemeinde beispielsweise nicht in der Pflicht, Anbauten und versicherungsrechtliche Dinge zu finanzieren. Die Angelegenheit wird noch juristisch geprüft.

Stefanie Müller berichtete als Leiterin der Einrichtung, dass derzeit 20 Kinder von vier Erzieherinnen (einige in Teilzeit) betreut werden, darunter eine Integrationsmaßnahme. Für das am 1. August beginnende neue Kindergartenjahr seien wiederum 20 Kinder angemeldet, und es gebe eine Warteliste mit vier Kindern. Die Öffnungszeiten sind täglich von 7.30 bis 13.30 Uhr.

Eltern steht hinter Kindergarten

Es gibt eine Gruppe. Stefanie Müller stellte das Engagement der Eltern und vieler Einwohner für die Einrichtung heraus. So wird am jährlichen Weihnachtsmarkt eine Bude aufgestellt, um ein wenig Geld für den Kindergarten zu erwirtschaften.

Vor einigen Jahren wurde das erste Entenrennen in Ober-Ohmen zugunsten des Kindergartens veranstaltet. Auch sonst seien viele Eltern bereit anzupacken, wenn es erforderlich werde. Weil es sich um einen kirchlichen Kindergarten handelt, werde in der täglichen Arbeit Wert auf eine Erziehung nach dem christlichen Menschenbild gelegt. So werde den Kindern vermittelt, wie wertvoll das tägliche Essen ist und keine Lebensmittel weggeworfen werden sollen.

Zur künftigen Ausrichtung wurde von der Leiterin berichtet, dass eine Fluchttreppe aus dem Ruheraum im Obergeschoss dringend notwendig ist. Zudem brauche man einen größeren Gruppenraum und – bei weiterer Betreuung von Kindern unter drei Jahren – einen Schlafraum. Architekt Reimund Jakob hat dafür einen Bauplan gezeichnet und eine Kostenschätzung erstellt, die zu einem Investitionsbetrag von rund 108 000 Euro kommt.

Pfarrer Witznick wies darauf hin, dass die Landesregierung vor kurzem ein neues Investitionsprogramm verabschiedet hat, aus dem in diesem Jahr und 2020 beträchtliche Zuschüsse für Baumaßnahmen zu bekommen seien. Die Zuschüsse könnten sowohl kirchliche als auch kommunale Träger erhalten. Ausführlich diskutiert wurde die Problematik, dass das Grundstück mit Gebäude im Eigentum der Kirche steht, die Gemeinde Mücke aber den größten Teil der Kosten (Personal- und Sachkosten) trägt.

Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass wegen des erst am 20. März beschlossenen Haushaltsplans eine Baumaßnahme bereits im laufenden Jahr nicht möglich ist. Daher müssten in diesem Jahr die Rahmenbedingungen (Eigentumsverhältnisse, neuer Vertrag zwischen Gemeinde und Kirche) geklärt werden, um 2020 im Rahmen eines möglichen Nachtragshaushaltsplans über eine Baumaßnahme entscheiden zu können.

Insgesamt nahmen die Parteienvertreter einen sehr positiven Eindruck vom Kindergarten mit und versprachen, mit den dort Verantwortlichen in Kontakt zu bleiben und sie zu unterstützen, soweit es die gemeindlichen Mittel zulassen.

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